Die U.S. Army sucht seit 2018 in der Zielgruppe Gaming und eSports nach neuen Rekruten
Die U.S. Army sucht seit 2018 in der Zielgruppe Gaming und eSports nach neuen Rekruten © U.S. Army
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Die U.S. Army versucht seit geraumer Zeit eine jüngere Zielgruppe über Gaming und eSports anzusprechen. Bei den dazugehörigen Livestreams treten allerdings Probleme auf.

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Bereits seit 2018 engagiert sich die U.S. Army im Gaming- und eSports-Bereich. Zu diesem Zweck wurde U.S. Army Esports gegründet. Das Team tritt in offiziellen Turnieren an und streamt auf Twitch. Dort kam es jetzt mehrfach zu Schwierigkeiten.

Bannhammer gegen Kritik

Während der Antrieb hinter einer militärischen eSports-Organisation durchaus hinterfragt werden kann, ist auch die U.S. Army per se nicht vor Kritik und Trollen gefeit. So wurde es mittlerweile Mode, dass im Twitch-Chat offensiv nach Kriegsverbrechen der Amerikaner gefragt wird oder vermeintliche aufgezählt werden.

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Die jeweils aktiven Streamer reagierten darauf dünnhäutig und bannten jeden Nutzer, der in diese Kerbe schlug. So teilte Rod "Slasher" Breslau einen Clip, in dem Jordan "really_chill_guy" Uhl versuchte zu fragen: "Was ist euer liebstes U.S. Kriegsverbrechen?". Zunächst wurde die Nachricht automatisch geblockt, weshalb er einige Buchstaben durch Zahlen ersetzte. 

Wenig später entdeckte Joshua "Strotnium" David, der auf dem U.S. Army Esports Kanal streamte, die Nachricht und bannte Jordan postwendend. 

"Viel Spaß dabei, gebannt zu werden mein Freund", kommentierte Strotnium. Er selbst ist Veteran des Militärs und Teil des eSports-Teams.

Inzwischen haben die Betreiber die Einstellungen auf Twitch entdeckt und eine 24-Stunden-Follow-Barriere eingestellt. Erst nach einem vollen Tag können neue Zuschauer also chatten. In einem Statement gegenüber VICE gab die Organisation an, dass das Verhalten der gebannten Nutzer gegen die Twitch-Richtlinien verstoßen habe. 

Das Internet verhält sich in der Regel sehr unnachgiebig, wenn es um Zensur in jeglicher Form geht. Die kommenden Wochen werden für die Streamer der U.S. Army wohl nicht einfacher werden.