Ein im Auftrag des Olympischen Sportbundes durchgeführtes Gutachten soll nun eine Anerkennung des eSports als Sport abgelehnt haben. Viele Kritisieren dies nun © Getty Images
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Ein im Auftrag des Olympischen Sportbundes durchgeführtes Gutachten lehnt eine Anerkennung des eSports als Sport ab. Aus der Szene kommt Kritik.

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Der Deutsche Olympische Sportbund hat ein Rechtsgutachten in Auftrag geben, das nun eSports als Sport ablehnt.

Wie die dpa berichtet, wird im Gutachten der Begriff des Sports "durch die langjährige Rechtsprechung im traditionellen Sinne der Anforderungen an die Körperlichkeit" definiert.

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eSports, der an Konsolen und Computern durchgeführt wird, falle daher nicht unter diese Voraussetzung und gelte daher nicht als Sport.

Es soll also "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts" sein.

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Selbst Sportsimulatoren wie FIFA, PES, NBA2K oder NHL werden im Gutachten abgelehnt.

eSports kein Sport? Kritik aus der Szene

Veronika Rücker, die DOSB-Vorstandvorsitzende, bekräftigt dies laut n-tv auch nochmal: "Das Gutachten bestätigt insofern unsere konsequente Ablehnung zur Aufnahme von eSport in den organisierten Sport."

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Seitens der Sportverbände und Konsumenten sind bezüglich des Gutachten bereits kritische Stimmen laut geworden.

So äußerte sich Hans Jagnow, der Präsident des eSport-Bunds Deutschland (ESBD), auf Anfrage der dpa folgendermaßen: "Viele vom DOSB anerkannte Sportarten wie Sportschießen, Tischfußball oder Darts definieren sich über die Präzision der Bewegung, nicht den Umfang."

Auch Felix Falk, Geschäftsführer des Verband der deutschen Games-Branche game, sieht in dem Gutachten viele Probleme und äußerte sich dazu bereits auf Twitter:

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Kein eSports bei Olympia

Vorerst wird dies also heißen, dass eSport auch weiterhin nicht als olympische Disziplin zu erwarten ist.

Auch diverse Vereine, die eSports bereits als vollwertigen Sport behandeln, werden wieder zu kämpfen haben, um ihren Standpunkt zu vertreten.

Laut des Gutachtens bewege sich die eSports-Branche in "einer anderen Galaxis" als regulärer Sport. Die Gegensätze seien "unüberbrückbar".