Fortnite Streamer Tfue verklagt FaZe Clan wegen Knebelvertrages
Fortnite Streamer Tfue verklagt FaZe Clan wegen Knebelvertrages © Twitch.tv/Tfue / FaZe Clan / Grafik von SPORT1
Lesedauer: 3 Minuten

Mit Tfue geht einer der größten Fortnite-Streamer vor Gericht gegen seinen Arbeitgeber vor. Er erhebt schwere Vorwürfe - der FaZe Clan wehrt sich.

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Schlammschlacht in der eSports-Szene: Der professionelle Fortnite-Streamer Turner "Tfue" Tenney verklagt seinen Arbeitgeber FaZe Clan.

"Tfue" beklagt sich laut Hollywood Reporter über einen "unterdrückenden und räuberischen" Vertrag und behauptet, die eSports-Organisation würde bis zu 80% seiner Einnahmen für sich behalten und ihm verweigern, seine Eigenmarke selbstständig weiter auszubauen.

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Entsprechend soll es aufgrund seines Vertrags für den 21-Jährigen nicht möglich sein, einen lukrativen Markendeal mit "HyperX" einzugehen. Der Grund sei ein Interessenkonflikt mit einem bestehenden Sponsoren der eSports-Organisation.

"Tfue" seit 2018 beim FaZe Clan

Tenney sagt zudem, dass der Vertrag, den er im April 2018 bei FaZe unterschrieben hatte, ausbeuterisch sei, da er nur 20 Prozent all seiner Einnahmen von Werbevideos auf Twitch und Youtube sowie 50% der Einnahmen seiner Auftritte und Touren behalten darf.

Seine Twitch-Streams wurden bislang über 120 Millionen Mal geschaut, auf YouTube folgen ihm über 10 Millionen Abonnenten. Entsprechend würde es hier potenziell um Millionenbeträge gehen.

Bereits im September 2018 versuchte der Streamer erfolglos, aus seinem Vertrag mit der Organisation herauszukommen. Als Begründung gab er an, er wolle "eine faire Bezahlung für seine Dienste" erhalten.

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Streamer erhebt Vorwürfe

Zusätzlich warf er dem FaZe Clan vor, ihn dazu gedrängt zu haben, im Alter von 20 Jahren Alkohol zu trinken. In den Vereinigten Staaten ist Alkoholkonsum allerdings erst ab dem 21. Lebensjahr legal.

Außerdem habe das eSports-Unternehmen ihn angeblich zum Ausführen riskanter Stunts gedrängt, von denen einer mit einer Arm-Verletzung geendet habe, von der er bleibende Schäden davongetragen habe. Zusammen mit seinen Anwälten fordert der Streamer nun die Aufhebung des Vertrags und die Zahlung ausbleibender Einnahmen.

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FaZe wehrt sich entschieden

Die Organisation FaZe Clan dementierte die Vorwürfe entschieden und zeigte sich in einem Twitter-Statement "geschockt und enttäuscht" über die Klage.

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FaZe gibt an, weder von Tenneys Turniergewinnen noch von seinen anderen Einnahmen über Social Media inklusive YouTube und Twitch Anteile kassiert zu haben.

Insgesamt habe man lediglich 60.000 US-Dollar aus der Zusammenarbeit mit Tenney eingenommen, während der Streamer selbst "Millionen verdient hat als Mitglied des FaZe Clan". Kolportiert werden 60 Millionen Dollar.

Grundsätzlich würden von FaZe laut Vertrag (auch in Tenneys Fall) maximal 20 Prozent von Turniereinnahmen und Erlösen aus seinen Inhalten bekommen - bei Tenney habe FaZe allerdings überhaupt nichts davon kassiert, behauptet das Unternehmen.

Clan-Besitzer dementiert Alkohol-Vorwurf

Auf die Vorwürfe bezüglich des Alkoholkonsums und der riskanten Stunts antwortet FaZe Clan Besitzer "Banks" mit einem emotionalen Video, in dem er auch seine Freundschaft mit dem Kläger erläutert.

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Er zeigt Bildmaterial und wirft seinerseits Tenney vor, andere Personen zu riskanten Aktionen gedrängt zu haben. Andere Videomitschnitte sollen zudem beweisen, dass "Tfue" außerhalb der Organisation bereits illegal sehr viel Alkohol konsumiert haben soll.

Im Streit "Tfue" vs. FaZe Clan steht Aussage gegen Aussage - nun muss das Gericht die Angelegenheit klären.