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Das US-Amerikanische Militär sieht die Zukunft ebenfalls im eSports. Auch aufgrund ausbleibender Rekruten, wird nun mit eigenen Teams geworben.

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In den USA herrscht Rekruten-Mangel. Um neue und vor allem junge Soldaten für das Militär zu gewinnen, wendet sich die US-Armee an den eSports.

In diesem Jahr wurde laut Polygon das Rekrutierungsziel nicht erreicht. 7.500 Nachwuchs-Soldaten sollen gefehlt haben.

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Nun sehen die US-Amerikaner die Lösung im eSports. Mit eigenen Teams sollen neue Anreize für Interessenten geschaffen werden. Dabei stehen nicht nur Shooter, wie Call of Duty, PUBG oder Overwatch im Fokus. Auch Spiele wie League of Legends, Tekken 7 oder NBA 2K möchte das US-Militär bedienen.

Die Bewerbung findet über ein Online-Formular statt. Die Team-Mitglieder müssen allerdings aktive Soldaten, Reservisten oder Veteranen sein. Das erste interne Turnier ist bereits für Dezember 2018 geplant.

Deutschland machte es vor

Bereits im Rahmen der gamescom 2018 sorgte die Bundeswehr für Schlagezeilen, als diese mit einem kontroversen Plakat ebenfalls eine Militärkarriere bewarb. 

Auf die Kampagne folgte zwar ein Shitstorm, aber auch eine zustimmende Reaktion von Besuchern, die den Zusammenhang zwischen Militär und Computerspielen nachvollziehen können.

Militär und eSports

Der Sprung von Computerspielen zum Militär ist gar nicht so groß, wie viele denken mögen. Viele beliebte Computerspiele simulieren nicht nur Kriegssituationen, sondern wurden teilweise extra für das Militär zu Trainingszwecken entwickelt. Unter anderem gab und gibt es den bekannten Online-Shooter America's Army. In diesem treten mehere Spieler, ähnlich wie bei Counter-Strike, in zwei Teams gegeneinander an. 

Die Herkunft des Internets stammt auch aus der Militärsgeschichte. Zum einen mag es moralisch verwerflich sein junge Leute mit Computerspielen für das Militär zu locken, historisch gesehen, greift die US-Armee allerdings auf ihre Ursprünge zurück.

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