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    eSports

    Der eher neuere Begriff eSport (engl.: eSports) bezeichnet den sportlichen Wettkampf zwischen Menschen in einem Computerspiel. Streit gibt es darüber, inwiefern der eSport seine Bezeichnung als Sport verdient.

    Unumstritten ist, dass der eSport ein hohes Maß an Reaktionsgeschwindigkeit und Durchhaltevermögen erfordert. Die Beherrschung des Computer-/Videospiels ist dabei die wichtigste Voraussetzung. Zudem sind taktisches und laterales Denken von zentraler Bedeutung.

    SPORT1 stellt eSports kurz und kompakt vor:

    Geschichte des eSports

    Da viele Computerspiele auf dem Wettkampf zwischen einzelnen Spielern – häufig im Mehrspielermodus – ausgelegt sind, ist die Geschichte des eSports eng mit der Geschichte der Videospiele verbunden.

    Gewissermaßen reicht sie also bereits in die 1950er-Jahre zurück, als erste Spiele wie Dame oder Schach für Computer entwickelt wurden.

    Der Begriff "eSports" wurde dagegen das erste Mal erst in den 90er-Jahren verwendet und erlebt heutzutage vor allem in den südostasiatischen Ländern einen echten Boom.

    eSports: Die Disziplinen

    Die Disziplinen im eSports können grob in sechs allgemeine Genres eingeteilt werden:

    Die Ego-Shooter (im englischen Sprachraum: first-person shooter) sind bis heute das dominierende Computerspielgenre. Vor allem Counter-Strike, Overwatch, Rainbow Six Siege und die Halo-Serie erfahren höchste Beliebtheit in diesem Genre.

    Die Echtzeit-Strategiespiele stellen hinter den Ego-Shootern das wichtigste Computerspielgenre dar. Beispiele sind etwa das beliebteste eSports-Spiel "League of Legends", Heroes of the Storm, Clash Royale, Warcraft III, Starcraft oder die Dota-Serie (Defense of the Ancients).

    Das dritte Genre besteht aus den Sportsimulationen, wie etwa der Fußballsimulation "FIFA" oder "Madden", dem Pendant im American Football. Eine Mischung aus einer Fußballsimulation und einer Rennfahrsimulation ist das Spiel Rocket League.

    In jüngster Zeit wurden Battle Royale Spiele sehr beliebt. Spiele wie Fortnite, PUBG und Realm Royale sind diesem Genre zuzuordnen.

    Daneben gibt es noch das Genre der Kampfspiele. Dazu gehören Spiele wie Super Smash, Tekken und Streetfighter.

    Das Online-Sammelkartenspiel Hearthstone gehört zu einer etwas anderen Sparte des eSports.

     Dabei können die Spiele in verschiedenen Modi gespielt werden. Ein eins-gegen-eins (1v1) ist im professionellen FIFA, Hearthstone und bei Kampfspielen üblich. Bei den meisten eSports-Titeln wird im Profi-Bereich fünf-gegen-fünf (5v5) gespielt, wie z.B. bei League of Legends, CS:GO und Dota 2.

    In der Battley-Royale-Szene treten 100 Spieler gleichzeitig gegeinander an. Dabei werden in der Regel in Vierer- oder Zweierteams gespielt. Auch Einzelturniere gibt es z.B. bei Fortnite.

    Spielbetrieb im eSports

    Der eSports wird wie der Fußball oder anderen Sportarten in festen Mannschaften, sogenannten Clans gespielt. Mittlerweile haben aber auch Sportvereine auf der ganzen Welt ihre eigene eSports-Abteilung, etwa Schalke 04 oder auch Manchester City.

    In der FIFA-Szene sind bereits eSports-Vereine vom Großteil der Bundesligisten, wie VfL Wolfsburg, Werder Bremen, VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg, 1. FC Köln, VfL Bochum, RB Leipzig,  und der Hertha BSC Berlin, dabei.

    Wenn zwei Mannschaften im eSport gegeneinander antreten, bezeichnet man das auch als Clanwar (deutsch: Krieg der Clans) oder etwas weniger martialisch als Match. Es gibt aber keinen nationalen oder internationalen Dachverband.

    Mit der Gründung des ESBDs – eSport-Bund Deutschland e.V. – gibt es aber für Deutschland erstmalig einen offiziellen Fachsportverband, der den bundesweit organisierten eSport und seine eSportlerinnen und eSportler in Deutschland repräsentiert.

    Daher treten Teams und Spieler in Ligen verschiedener Veranstalter an. Die größte Liga ist die ESL (Electronic Sports League) mit über 1,9 Millionen aktiven Spielern und knapp 500.000 Teams.

    eSports Turniere

    Wie in herkömmlichen Sportarten lebt auch der esSports von Wettkämpfen. Zu den größten Turnieren zählen unter anderem die CS:GO Major Championships mit Preisgeldern von 1 Mio US-Dollar pro Turnier.

    Der Hersteller, Epic Games, investierte in das erste Turnierjahr von Fortnite 100 Mio US-Dollar an Preisgeld.

    Für einen Platz in der Overwatch Liga müssen Franchise-Eigentümer 30-60 Mio US-Dollar hinblättern.  

    In League of Legends werden in regionalen Ligen, wie z.B. der EU LCS, die besten Teams auserkoren damit diese bei der jährlichen Weltmeisterschaft, den Worlds, um einen Preispool  von rund 5 Mio US-Dollar zu kämpfen.

    Das mit Abstand größte eSports Turnier ist der Dota 2: The International, bei dem es um Rekordgelder von 25 Mio US-Dollar geht. Das Gewinnerteam kann davon mit rund 11 Mio US-Dollar rechnen.

    Nahezu alle Turnierrunden werden auf der Streaming-Plattform Twitch oder Youtube übertragen. Die Einschaltquoten liegen bei den erfolgreichsten Turnieren im Millionen Bereich.

    Die wichtigsten Spiele werden als Live-Events übertragen. In der Vergangenheit wurden bereits große Stadien und Hallen, wie z.B. das Staples-Center in LA, das Bird’s Nest in Peking, die Mercedes-Benz Arena in Berlin, der Lanxess Arena in Köln, der O2 Arena in London und dem World Cup Stadium in Seoul, gefüllt. Jährlich besuchen mehrere hunderttausende Fans eSports-Veranstaltungen live Vorort.

    eSports in den Medien

    Wie über jede andere Sportart berichten die Medien auch über eSports intensiv. - Ein zweischneidiges Schwert, besteht bei solchen Spielen doch wissenschaftlich nachgewiesen eine enorme Suchtgefahr – Stichwort Internetabhängigkeit.

    Dennoch hat auch SPORT1 mittlerweile einen eigene eSports Business Unit sowie einen eSports-Channel und verschiedene Fernsehformate berichten ausführlich über Spieler und Teams.

    Bis heute ist eSports vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nicht als offizielle Sportart anerkannt. Allerdings wurde der eSports bei den asiatischen Olympischen Spielen, den Asian Games, als eigene Disziplin eingeführt.

    Ausbildung im eSports

    Mittlerweile fördern Ausbildungsstätten den eSports indem Stipendien für angehende Profispieler ausgegeben werden, Hochschulgruppen Fördermittel bekommen, oder sogar eigene Ausbildungs- bzw. Studiengänge zum eSports angeboten werden.

    In Gera ist eine Ausbildungsstätte der Organisation Adhoc Gaming in Aufbau um zukünftigen eSportlern eine Berufsausbildung mit IHK Abschluss gewähren zu können. Die Azubis sollen die eine Hälfte ihrer Vollzeitausbildung mit dem Training als Mannschaft verbringen und die andere mit dem theoretischen Teil.

    In Ismaning bei München gibt es an der Hochschule für angewandtes Management erstmals in Deutschland einen Bachelor-Studiengang im eSports-Bereich. Dort erlenen die Studierenden die Grundlagen des Sportmanagements mit Branchenbezug zum eSports.

    Bekannte und berühmte "eSportler"

    Da eSports ein sehr weit gefächerter Begriff ist, gibt es in den vielen Disziplinen auch viele Stars und Berühmtheiten.

    So heißt der wohl bekannteste League-of-Legends-Spieler Lee Sang-Hyeok, kommt aus Südkorea und ist weltweit nur unter dem Namen "Faker" bekannt.

    Der Streamer, Youtuber und ehemaliger Halo3- Profi Tyler "Ninja" Blevins schaffte seinen Druchbruch mit Fortnite und brach sämtliche Rekorde auf der Streaming-Plattform Twitch, nachdem er mit dem Rapper Drake spielte. Er erreiche als erster Streamer die 10 Mio. Follower-Marke.

    In der deutschen eSports-Szene haben sich vor allem die FIFA-Profis einen Namen gemacht. Darunter zählen die Spieler Michael "MegaBit" Bittner, der viermalige ESL Meister in FIFA Mohammed "Mo_Aubameyang" Harkous, und Kai "deto" Wolling, der sowohl nationale als auch internationale Erfolge feierte. Aber auch die League of Legends Profis Maurice "Amazing" Stückenschneider und Tristan "PowerOfEvil" Schrage konnten sich einen internationalen Bekanntheitsgrad aufbauen.

    Geht man nur nach dem erspielten Preisgeld, liegt der deutsche Dota2-Profi Kuro "KuroKy"  Salehi Takhasomi weltweit mit knapp 4 Mio. US-Dollar erspieltem Preisgeld an der Spitze.