Leon Draisaitl spielt seit 2015 bei den Edmonton Oilers
Leon Draisaitl spielt seit 2015 bei den Edmonton Oilers © Getty Images

Die deutschen Olympiahelden bekommen prominente Unterstützung aus der NHL. Ein anderer NHL-Star muss dagegen die WM absagen.

Starstürmer Leon Draisaitl und vier Olympia-Helden verstärken die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft in der Vorbereitung auf die WM in Dänemark (4. bis 20. Mai). Bundestrainer Marco Sturm berief NHL-Profi Draisaitl (Edmonton Oilers) sowie die Silbermedaillen-Gewinner Moritz Müller (Kölner Haie), Yasin Ehliz, (Nürnberg Ice Tigers), Sinan Akdag und Matthias Plachta (beide Adler Mannheim) in den Kader für die Länderspiele am 19. und 21. April in Wolfsburg und Berlin gegen Frankreich.

NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg (New York Islanders) wird in der Folgewoche zum Team stoßen. Seidenbergs Klubkollege Thomas Greiss sagte dem Bundestrainer dagegen wegen einer Verletzung ab. Auch die angeschlagenen Olympioniken Markus Kink (Adler Mannheim) und Leonhard Pföderl (Nürnberg Ice Tigers) werden bei der WM nicht am Start sein.

"Wir freuen uns sehr, dass wir Leon schon zu dieser frühen Phase in unseren Reihen begrüßen können. Mit seinen Qualitäten kann er jede Mannschaft auf ein noch höheres Level heben", sagte Sturm, der einen Einsatz des 22-Jährigen in den Testspielen gegen Frankreich aber noch offen ließ.

Draisaitl freut sich auf Olympiahelden 

Draisaitl zeigte sich "besonders stolz, jetzt im Team des olympischen Silbermedaillengewinners zu stehen". Die hohe Versicherungsprämie durch seinen 68-Millionen-Dollar-Vertrag in Edmonton konnte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mit Hilfe von Partnern und Sponsoren stemmen.

Aus Nordamerika verstärkt auch AHL-Stürmer Markus Eisenschmid (Laval Rocket) die DEB-Auswahl, die am Wochenende zwei Niederlagen in Testspielen gegen die Slowakei (1:2 n.V. und 1:4) kassiert hatte. Neu dabei sind auch die Nürnberger Niklas Treutle und Oliver Mebus.

Fünf Spielern musste Sturm dagegen das WM-Aus verkünden, darunter auch dem Schwenninger Dustin Strahlmeier, der zum Torhüter des Jahres in der DEL gewählt worden war.