Bundestrainer Marco Sturm hat sich mit dem DEB-Team für die Olympischen Spiele in Pyeongchang qualifiziert © Getty Images

München - Marco Sturm widerspricht bei SPORT1 Präsident Franz Reindl, der eine Vertragsverlängerung noch vor Olympia versprochen hatte. Er nennt seine Forderungen.

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Bundestrainer Marco Sturm lässt seine Zukunft trotz eindeutiger Angebote des Deutschen Eishockey-Bundes weiter offen.

"Wir sind in Kontakt, ich weiß, dass es von Verbandsseite der Wunsch ist, dass so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen", sagte Sturm am Montag beim Besuch der SPORT1-Redaktion:

"Ich bin da aber etwas anderer Meinung. Deshalb muss man jetzt einfach abwarten und dann sehen, ob es wirklich so schnell klappt."

Sturm reagierte damit auf Aussagen von DEB-Präsident Franz Reindl, der zuvor eine Einigung noch vor den Olympischen Spielen (9. bis 25. Februar) in Aussicht gestellt hatte. (SERVICE: Der Olympia-Zeitplan)

"Die ganzen Details sind geklärt, ich denke, dass wir noch vor Olympia den Deckel draufmachen können", hatte Reindl in Bezug auf eine Vertragsverlängerung über 2018 hinaus verkündet.

Ex-NHL-Profi Sturm nahm dies zumindest positiv zur Kenntnis: "Wenn der Präsident das sagt, dann ist das ein gutes Zeichen."

"Es geht besonders ums Sportliche"

Der Bundestrainer machte noch einmal deutlich, worum es ihm geht:

"Der Franz und der Verband wissen, was meine Forderungen sind. Es geht nicht nur ums Finanzielle, sondern besonders ums Sportliche. Da gibt es Dinge, die wir verändern müssen und sollten."

Sturm geht es vor allem um mehr Einsatzzeiten von deutschen Spielern und Nachwuchskräften in den deutschen Eishockey-Ligen.

Der 39-Jährige betreut das DEB-Team seit Sommer 2015 und führte es im Vorjahr bei der Heim-WM ins Viertelfinale.

Am Dienstagmittag wird Sturm ab 13 Uhr auf SPORT1 seinen Olympiakader bekanntgeben.