Lettlands Ministerpräsident Edgars Rinkevics möchte die Eishockey-WM in ein anderes Land verlegen lassen.
Lettlands Ministerpräsident Edgars Rinkevics möchte die Eishockey-WM in ein anderes Land verlegen lassen ©
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München - Nach der Absage der diesjährigen Eishockey-WM in der Schweiz aufgrund des Coronavirus drohen die Titelkämpfe 2021 zum politischen Zankapfel zu werden.

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Lettland will die Eishockey-WM 2021 nicht länger gemeinsam mit Belarus austragen.

"Angesichts der Situation in Belarus haben wir uns dazu entschlossen, Gespräche mit dem Weltverband aufzunehmen, um die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr von Minsk in ein anderes Land zu verlegen. Riga soll aber Co-Gastgeber bleiben", teilte Ministerpräsident Krisjanis Karins am Montag mit. Der internationale Verband IIHF gab jedoch bekannt, vorerst noch an den Austragungsorten festhalten zu wollen.

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Der lettische Außenminister Edgars Rinkevics ergänzte: "Unser Hauptziel ist es, falls sich die Situation in Belarus nicht ändert, alles zu unternehmen, dass die WM in ein anderes Land verlegt wird."

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Reaktion auf Wahl Lukaschenkos

Die Bekanntgabe der Regierung folgte als Reaktion auf die Proteste in Belarus nach der umstrittenen Wahl des dortigen Präsidenten Alexander Lukaschenko, der seit 26 Jahren an der Macht ist. An der Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses gibt es allerdings auch international starke Zweifel.

Die IIHF nehme die Bedenken der lettischen Regierung zur Kenntnis, teilte der Weltverband am Montagabend mit. Es bleibe aber das Ziel, "die WM 2021 in Minsk und Riga auszutragen, wie durch die Abstimmung des IIHF-Councils und der nationalen Mitglieder-Verbände festgelegt." Die IIHF werde Mitte September zusammenkommen, "um die Situation zu besprechen."

Die Eishockey-WM soll ab dem 21. Mai 2021 stattfinden. In diesem Jahr war das Turnier, das in der Schweiz geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden.