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Berlin und München - Die Eisbären Berlin starten gegen die Iserlohn Roosters (LIVE auf SPORT1) in die Playoffs der DEL. Eine Verletzung gefährdet die Titelmission.

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Es war ein schwerer Rückschlag für die Eisbären Berlin, der die Karten im Titelkampf der PENNY DEL vor den heute beginnenden Playoffs möglichweise noch einmal ganz neu gemischt hat. (PENNY DEL, Playoffs: Eisbären Berlin - Iserlohn Roosters am Dienstag ab 19.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Der deutsche Nationalstürmer Leo Pföderl fehlt dem siebenmaligen Meister wegen einer Teilruptur des Innenbandes im rechten Knie für vier bis sechs Wochen.

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Heißt konkret: Saison-Aus für den Olympia-Silbermedaillengewinner von Pyeongchang, denn das mögliche letzte Finalspiel ist für den 7. Mai angesetzt. (ausgewählte Spiele der PENNY DEL LIVE im TV auf SPORT1)

Pföderl präsentierte sich beim souveränen Spitzenreiter der Nord-Gruppe in herausragender Form, mit 20 Saisontoren ist der 27-Jährige der viertbeste Schütze der Liga.

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"Leo Pföderl ist einer unserer besten Stürmer und wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Er hätte in den anstehenden Playoffs eine bedeutende Rolle eingenommen", sagte Eisbären-Sportdirektor Stephane Richer.

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Berliner Sturm-Trio dominierte die DEL

Wie bedeutend, wird besonders mit Blick auf die bisherigen Leistungen der gesamten ersten Berliner Sturmreihe deutlich. (SERVICE: Die DEL-Tabelle)

Pföderl, Marcel Noebels und Lukas Reichel haben mit ihrer Flexibilität bestochen und die Eisbären regelmäßig zum Sieg geschossen. Die erste Offensivformation spielte eine herausragende Saison, was auch die Statistiken untermauern: 106 Scorerpunkte gehen auf das Konto des Trios, rund 30 Prozent aller Eisbären-Tore.

"Wir verstehen uns sehr gut und passen von den Anlagen her sehr gut zusammen. Leo ist derjenige, der eiskalt die Dinger reinmacht. Lukas und ich suchen eher spielerisch die Lösungen und geben die Vorlagen", erklärte Noebels zuletzt. (Spielplan und Ergebnisse der PENNY DEL)

"Ich denke, dass wir unberechenbar sind", sagt der erst 18-jährige Reichel. Dem pflichtete auch Pföderl bei: "Die Flexibilität, die wir haben, ist glaube ich das i-Tüpfelchen, was für uns spricht.

Denn die klassische Rollenverteilung mit Mittel- und Flügelstürmern gibt es bei den dreien, die auch als "die deutsche Kartoffelreihe" bezeichnet werden, nicht. Dass macht die Offensivreihe für ihre Gegner schwer auszurechnen.

Pföderl-Verletzung schwächt Eisbären

Doch damit ist nun vorerst Schluss. Die Verletzung von Pföderl hat sich auch in der Formkurve der Berliner klar bemerkbar gemacht. Von zuletzt drei Spielen ohne den Torjäger konnten die Eisbären nur eines gewinnen - und selbst da mussten sie bis zum Entscheidungstreffer im Penaltyschießen zittern.

Die Vorzeichen für die erste Playoff-Runde gegen die Iserlohn Roosters könnten wahrlich besser stehen. Zumal die Nordrhein-Westfalen vier ihrer vergangenen fünf Spiele gewinnen konnten. "Mit der Art und Weise, wie wir die Playoffs klar gemacht haben, haben wir auch gegen Berlin eine Chancen", sagte Iserlohns Keeper Andy Jenike zuversichtlich. 

Hinzu kommt, dass die kurzen Playoffs in diesem Jahr - alle Runden werden nur in einer "Best-of-three"-Serie gespielt - Raum für Überraschungen bieten.

"Man kann sich keine Ausrutscher erlauben. Ich glaube, dass man direkt ab Spiel eins da sein muss. Natürlich wollen wir die Playoff-Serie mit einem Heimsieg starten", machte Eisbären-Coach Serge Aubin deutlich.

Die Worte des Trainers sollten sich die Hauptstädter zu Herzen nehmen, wenn der Ausfall Pföderls nicht zum Symbol des Misserfolgs werden soll.