Die DEL steht vor einer ungewissen Zukunft
Die DEL steht vor einer ungewissen Zukunft © Imago
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Die Deutsche Eishockey-Liga steht vor einer ungewissen Zukunft. Dennoch gibt es einen Plan - und der sieht einen signifikanten Gehaltsverzicht der Spieler vor.

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Ob und wie ab September wieder Eishockey gespielt werden kann, ist wegen der Corona-Pandemie völlig ungewiss.

Dennoch beginnt die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wie geplant mit der Lizenzprüfung - und setzt dabei auf einen Gehaltsverzicht der Spieler in der nächsten Saison. "Die Personalkosten und dabei insbesondere die Spielergehälter sind der zentrale Kostenfaktor und der einzige Posten, der steuerbar ist", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem SID: "Es ist die einzige Möglichkeit, die Fixkosten der Klubs zu reduzieren." 

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Die Liga geht davon aus, dass die Einnahmen der 14 Klubs wegen der Coronakrise vor allem in den Bereichen Zuschauer und Sponsoren sinken werden, selbst wenn im besten Fall ab September Besucher in die Arenen dürften. Die Spielergehälter machen zwischen 50 und 70 Prozent der Kosten aus. 

Auf so viel Geld soll verzichtet werden

Der Plan der DEL: Die Spieler sollen zunächst auf 25 Prozent verzichten, dieser Betrag soll "in eine erfolgsabhängige Vergütung umgewandelt werden, die an den Umsatzerlösen hängt", erläuterte Tripcke. 

Kommt ein Klub bei seinen Einnahmen auf 75 bis 100 Prozent der Vorsaison, "wird das Gehalt anteilig aufgestockt", so der DEL-Geschäftsführer. Die Klubbesitzer sollen von diesem Verzicht nicht profitieren, "alle Erlöse werden ohnehin in das Team reinvestiert". 

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Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen den Klubs und den Spielern. "Wir wollen, dass alle mitmachen", sagte Tripcke: "Wenn die großen Klubs nicht mitmachen, wird es die kleinen zerreißen." Natürlich seien die Spieler nicht begeistert, "aber es ist die fairste Lösung". Sie könnte, glaubt der DEL-Geschäftsführer, "eine Blaupause für andere Ligen sein". Wegen der Corona-Pandemie hatte die DEL als erste Profiliga am 10. März ihre Saison vorzeitig abgebrochen.