Die DEL-Saison 2019/20 wurde wegen Corona vorzeitig beendet
Die DEL-Saison 2019/20 wurde wegen Corona vorzeitig beendet © Imago
Lesedauer: 2 Minuten

Trotz der Coronakrise treffen die Lizenz-Unterlagen aller Klubs rechtzeitig bei der DEL ein. Die Einwilligungen der Spieler für einen Gehaltsverzicht fehlen darin noch.

Anzeige

Alle 14 Vereine der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben trotz der Coronakrise fristgerecht ihre Lizenz-Unterlagen für die kommende Saison 2020/21 eingereicht. Dies teilte die DEL am Montag mit.

Aus der DEL2 reichten mit den Löwen Frankfurt, den Kassel Huskies und den Bietigheim Steelers drei weitere Klubs ihre Papiere rechtzeitig ein - Frankfurt hat sich zudem als möglicher Nachrücker beworben.

Anzeige

Umstrittene Einwilligungen fehlen noch

In den Unterlagen, die bis Sonntag bei der Liga vorliegen mussten, sind die umstrittenen Einwilligungen der DEL-Spieler zum 25-prozentigen Gehaltsverzicht noch nicht enthalten. Diese Papiere können nachgereicht werden.

Bis Montagmittag hatten nach SID-Informationen aber lediglich die Fischtown Pinguins Bremerhaven offiziell eine Einigung mit ihren Spielern erzielt. An den anderen DEL-Standorten wird noch verhandelt, so auch in der Hauptstadt beim DEL-Rekordmeister.

"Wir haben jetzt die Basis-Unterlagen eingereicht", sagte Peter John Lee, Geschäftsführer der Eisbären Berlin, der Berliner Morgenpost.

Alle Fragen seien beantwortet, "bis jetzt haben wir von niemandem ein Nein bekommen", so Lee zum Stand der Verhandlungen über den Gehaltsverzicht bei seinen Spielern. "Wir versuchen, das so schnell wie möglich zu erledigen", betonte der 64-Jährige, der hofft, dass dies nicht länger als zwei Wochen dauert.

DEL-Profis gehen auf die Barrikaden

Die Maßgabe "schnell erledigen" dürfte vielerorts alles andere als einfach werden. Hinter vorgehaltener Hand waren in den vergangenen Tagen die Worte "Erpressung" und "Nötigung" gefallen. Die Forderung der DEL nach einem 25-prozentigen Gehaltsverzicht aufgrund der Coronakrise brachte die Spieler auf die Barrikaden.

Unverständnis und Verärgerung bei den Spielern löste aber auch die Tatsache aus, dass Trainer und Manager nicht auf ein Viertel ihres Gehalts verzichten sollen.

Die DEL hatte vor eineinhalb Wochen erklärt, dass aufgrund sinkender Einnahmen vor allem im Bereich Zuschauer und Sponsoren selbst bei einem regulären Saisonbeginn im September ohne Corona-Einschränkungen ein pauschaler Gehaltsverzicht "die fairste Lösung" sei.

Zudem bestätigte die Liga am Montag die Wiedereinführung von Auf- und Abstieg zwischen der DEL und der DEL2. Seit 2006 hat es keinen sportlichen Auf- und Abstieg zwischen der DEL und der zweiten Liga mehr gegeben.