Marcel Goc (l.) und Christoph Ullmann (2.v.r.) sprachen über das Coronavirus und ihre Rücktritte
Marcel Goc (l.) und Christoph Ullmann (2.v.r.) sprachen über das Coronavirus und ihre Rücktritte © SPORT1
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München - Marcel Goc und Christoph Ullmann sprechen in der EISHOCKEY SHOW über das Coronavirus und ihre Rücktritte. Für NHL-Profi Holzer ist es ein "Ausnahmezustand."

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Bei der Free-TV-Premiere des Podcasts "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1" haben die drei Eishockey-Experten Rick Goldmann, Basti Schwele und Sascha Bandermann mit den beiden Ex-DEL-Profis Marcel Goc und Christoph Ullmann sowie dem deutschen NHL-Star Korbinian Holzer über die Auswirkungen des Coronavirus auf das Eishockey und deren Karriereende gesprochen.

Denn durch die Absage der DEL-Playoffs bekam der 36-jährige Goc nicht das erhoffte Karriereende.

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"Ich bin in mein letztes Vorrundenspiel reingegangen: 'So, jetzt mach ich mein letztes Vorrundenspiel und danach geht es noch einmal um die Wurst'. Ich habe den Puck danach heimgenommen - und kurz darauf war auf einmal doch alles beendet. Klar hätte ich gern die Playoffs gespielt. Aber man muss es nehmen, wie es ist", sagte Goc, der seit 2015 für die Adler Mannheim auflief.

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Ullmann über sein Karriereende

Noch unglücklicher war der Zeitpunkt für Ullmann. Der 36-Jährige hatte sich nach einer Knieverletzung im Dezember bei den Augsburger Panthern zurückgekämpft, um in den Playoffs noch einmal auf dem Eis zu stehen.

Doch das Coronavirus machte ihm einen Strich durch die Rechnung: "So wurde mir das Karriereende vorzeitig etwas genommen. Ich rege mich aber selten über Sachen auf, die nicht in meiner Hand liegen. Jetzt gehst du eben nicht mit einer Ehrenrunde vom Eis, sondern packst still und heimlich deine Sachen."

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Wie der dreimalige Deutsche Meister verriet, spielte auch der brutale Bandencheck aus der Saison 2018/2019 bei seiner Entscheidung eine Rolle.

"Es war familiär ein großes Thema - auch in der Entscheidungsfindung, die Karriere jetzt zu beenden. Wenn du ein Eishockey-Stadion im Krankenwagen mit Blaulicht verlässt und du kannst dich daran nicht mehr erinnern, bist du heilfroh, wenn du zu Hause gesund auf zwei Beinen wieder reinlaufen kannst", sagte Ullmann.

Nach einem Check von John Henrion war Ullmann auf das Eis geknallt und die Zunge durch eine vorübergehende Bewusstseinsstörung in den Hals gerutscht.

Holzer: "Wissen nicht, wann es weiter geht"

Auch in der NHL ruht der Puck aktuell, die Saison soll aber nach einer Pause fortgesetzt werden. Aktuell befinden sich die Profis wie Korbinian Holzer in einem Schwebezustand.

"Wir wissen nicht, wann es weiter geht. Es kann auch drei, vier Wochen dauern. Da kannst du natürlich nicht nur rumsitzen. Man muss schauen, dass man aktiv bleibt. Ich versuche spazieren zu gehen, sonst fällt einem die Decke auf den Kopf. Für mich ist es nicht die ideale Situation, dass ich im Hotel bin. Aber es ist eben ein Ausnahmezustand", sagte der Profi der Nashville Predators.

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Goldmann rechnet mit WM-Absage

Während in der DEL die Saison beendet und die Fortsetzung in der NHL ungewiss ist, steht für die am 8. Mai beginnende Eishockey-WM in der Schweiz noch eine Entscheidung aus. Ex-Spieler und Eishockey-Experte Rick Goldmann hat aber wenig Hoffnung, dass diese stattfinden kann.

"Bis Ende April sind in der Schweiz alle Veranstaltungen mit über 100 Leuten verboten. Hier geht es um ein internationales Großevent, das acht Tage später stattfinden soll. Das muss organisiert werden - das ist unmöglich. Auch wenn es offiziell noch nicht abgesagt ist", sagte Goldmann.