Podcast: Die Eishockey-Show: Marcel Noebels
Marcel Noebels spricht in der aktuellen Folge der EISHOCKEY SHOW unter anderem über seine Ziele mit den Eisbären Berlin © Credit: SPORT1-Grafik/Getty Images/Imago
Lesedauer: 5 Minuten

München - Marcel Noebels spielt mit den Eisbären Berlin bis zum vorzeitigen Saisonabbruch eine gute Saison. In der neuen Spielzeit will er wieder voll angreifen.

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Mit ihrer Entscheidung sorgte die Deutsche Eishockey Liga am 10. März für ein Novum in der Geschichte.

Aufgrund der damals von einigen Bundesländern im Zusammenhang mit der Coronakrise aufgestellten Verbote, Großveranstaltungen wie Spiele der DEL mit mehr als 1.000 Zuschauern stattfinden zu lassen, entschied sich die Liga, die Saison noch vor dem Start der Playoffs zu beenden.

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Damit gibt es in diesem Jahr erstmals in der 26-jährigen Geschichte der DEL keinen Meister. Eine Entscheidung, die auch die Eisbären Berlin hart traf, die als Vierter der Hauptrunde zumindest leise Hoffnungen auf die erste Meisterschaft seit sieben Jahren gehabt haben dürften.

Noebels enttäuscht über vorzeitigen Abbruch der Saison

"Es war wirklich eine schöne Saison. Wir wären bereit für mehr gewesen und freuen uns, wenn es wieder weiter geht. Wir hatten am Anfang schon eine Phase, wo sich gezeigt hat, dass wir zusammenhalten und das Mannschaftsgefüge etwas Besonderes war. Wir sind sehr traurig, dass wir das in den Playoffs nicht zeigen konnten", erklärte Marcel Noebels daher etwas enttäuscht im SPORT1-Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW powerd by SPORT1".

Wirklich überrascht von der Absage der Playoffs sei im Lager der Eisbären aber niemand gewesen. "90 Prozent der Jungs wussten schon, dass die Saison beendet ist und von der Stimmung her war es eher nicht so, als wenn man sich auf die Playoffs vorbereitet", verriet er.

Marcel Noebels im Podcast: "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1"

Im Gegensatz zu seinem Klub hat der 28-Jährige aber noch immer die Möglichkeit, die Spielzeit mit einem Titel zu beenden. Am Samstag kürt die DEL den Spieler der Saison, mit 49 Scorerpunkten (Platz zwei der Liga) darf sich Noebels dabei berechtigte Hoffnungen auf die Auszeichnung machen.

"Die Chance ist bestimmt da. Ich weiß nicht, ob um 19 Uhr das Telefon klingelt, aber ich hoffe natürlich, dass es klingelt. Ich weiß ja selbst noch nicht, wer es ist und bin genauso gespannt", erklärte der Nationalspieler und Olympia-Zweite von 2018.

Traum von der Meisterschaft mit den Eisbären

Wenn es nach dem gebürtigen Tönisvorster geht, sollen seine Leistungen aus der abgelaufenen Saison aber sowieso noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein. Seit seiner Rückkehr aus den USA, wo er beim NHL-Draft 2011 von den Philadelphia Flyers gewählt wurde, im Anschluss aber nicht über die Nachwuchsligen ECHL und AHL hinaus kam, steigerte er sich beinahe jährlich.

"Ich würde gerne nochmal einen drauflegen. Aber es ist natürlich nicht einfach, direkt wieder da weiterzumachen, wo man aufgehört hat. Ich bin auch sehr selbstkritisch mit mir und versuche nächstes Jahr wieder genauso in das Spiel zu gehen, wie jetzt die ganze Saison auch", kündigte er daher bereits an.

Rick Goldmann, Sascha Bandermann und Basti Schwele (v.l.) sind die Köpfe von "DIE EISHOCKEY SHOW"
Rick Goldmann, Sascha Bandermann und Basti Schwele (v.l.) sind die Köpfe von "DIE EISHOCKEY SHOW" © SPORT1

Obendrein verfolgt er auch mit den Eisbären noch einen langfristigen Plan: "Meine Rolle ist hier von Jahr zu Jahr gewachsen und bevor ich hier unterschrieben habe, habe ich gesagt, dass ich in dem Zeitraum meines Fünf-Jahres-Vertrags gerne einmal mit den Eisbären Deutscher Meister werden will."

Allerdings liegt seine Vertragsverlängerung inzwischen auch schon wieder drei Jahre zurück, folglich müsste der Titel in den nächsten beiden Jahren in die Hauptstadt, will Noebels seinen Plan erfüllen.

Vereins-Ikone Rankel verlässt Berlin nach 17 Jahren

Nicht mehr mithelfen kann dabei André Rankel, der die Berliner nach 17 Spielzeiten und sieben Meisterschaften verlässt. Obendrein werden auch das Torhüter-Trio Sebastian Dahm, Marvin Cüpper und Justin Pogge sowie Florian Ketterner und Louis-Marc Aubry nicht mehr für die Eisbären aufs Eis gehen.

"Es tut schon weh, jetzt zu sehen, wie der 85er-Jahrgang uns verlässt. Aber mit André ist ein Riesen-Loch entstanden, welches man jetzt erstmal füllen muss. Und auch freundschaftlich ist es leider ein Abgang, der mir sehr weh tut", erklärte Noebels.

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Als "kleiner Trost" kommt von der Düsseldorfer EG in Mathias Niederberger immerhin ein anderer Spieler, mit dem er ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Dazu vermeldeten die Berliner erst am Dienstag die Verpflichtung von Stefan Espeland und Mark Zengerle aus Bremerhaven.

Ein Fragezeichen steht dagegen noch hinter der Zukunft von Noebels' Sturmpartner James Sheppard, mit dem die Vereinsbosse zwar gerne um ein Jahr verlängern würden, der Spieler selbst möchte aber mindestens zwei weitere Jahre bleiben.

Noebels nutzt Corona-Pause für Heimatbesuch

Bis September bleibt nun noch Zeit für die Planung und Vorbereitung, dann soll die neue Saison, in der es erstmals seit 2005/2006 wieder einen Auf- bzw. Absteiger zwischen der DEL und der DEL2 geben wird, starten.

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Die verfrühte Corona-Pause nutzt Noebels indes dafür, um für ein paar Wochen in seine nordrhein-westfälische Heimat zu fahren. Neben dem Schauen von Serien stehen dort Ausdauertraining auf dem Spinning-Rad und eventuelle Trainingseinheiten mit dem ehemaligen Zehnkämpfer Torsten Voss auf dem Programm.

Und wer weiß, vielleicht klappt es dann im nächsten Jahr tatsächlich mit der Meisterschaft für die Eisbären.

© SPORT1

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