Thomas Sabo Ice Tigers
Patrick Reimer und die Thomas Sabo Ice Tigers befinden sich in der Krise © Imago
Lesedauer: 4 Minuten

München - Die Thomas Sabo Ice Tigers befinden sich in der DEL in einer tiefern Krise. Kapitän Patrick Reimer macht im SPORT1-Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW" klare Ansagen.

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Nach acht Niederlagen in Folge haben die Thomas Sabo Ice Tigers am Freitag gegen die Krefeld Pinguine einen knappen 1:0-Erfolg gefeiert. 

Dieser Sieg kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Team aus Nürnberg in der Deutschen Eishockey Liga vor dem Spiel bei den Straubing Tigers am Sonntag (DEL, 37. Spieltag: Straubing Tigers - Thomas Sabo Ice Tigers ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) in einer schweren Krise steckt.

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"Ich bin erst einmal sauer auf die Gesamtleistung der Mannschaft", sagte Geschäftsführer Wolfgang Gastner: "Die ganzen Faktoren, ob das Fehlentscheidungen waren oder wahnsinniges Pech, kann ich als Entschuldigung nicht gelten lassen."

Die 1:3-Niederlage am vergangenen Sonntag im Derby gegen den ERC Ingolstadt besiegelte bereits die sechste Pleite in Serie in der heimischen Arena.

Die Franken sind als Elfter punktgleich mit den zehntplatzierten Augsburger Panthern, die auf dem letzten Vor-Playoff-Platz liegen - der Abstand auf den letzten direkten Endrunden-Platz, den Ingolstadt als Sechster belegt, beträgt 17 Spieltage vor dem Abschluss der Hauptrunde mittlerweile zwölf Punkte. (SERVICE: Die Tabelle der DEL)

"Müssen ein, zwei Schritte zurück machen"

"Es ist verdammt schwierig. Man kommt gewaltig ins Grübeln, woran es liegt. Wir spielen nicht so erfolgreich wie am Saisonstart. Wir sind auf Ursachensuche", sagt DEL-Rekordtorschütze Patrick Reimer im SPORT1-Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1": "Wir brauchen jeden Punkt. Es ist bitter notwendig, dass wir wieder zu Punkten anfangen."

Ein Anfang wurde am Freitag gegen Krefeld gemacht.

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"Wir können uns da selber raus manövrieren. Ich glaube an die Truppe. Wir haben gezeigt, dass wir gemeinsam Erfolg haben können", betont Kapitän Reimer. "Das Selbstvertrauen ist jetzt mit ausschlaggebend, dass es nicht mehr funktioniert. Wir müssen ein, zwei Schritte zurück machen, um über den Kampf zum Selbstvertrauen zu finden." 

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Klares Ziel bleibt laut Gastner weiterhin das Erreichen der Playoffs. "Das ist jetzt auch nicht weit weg", sagt er, gibt jedoch ehrlich zu, dass die Zielsetzung eher die Pre-Playoffs seien müssen.

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Ice Tigers auf der Suche nach Sponsoren

Die Wichtigkeit des sportlichen Erfolgs in dieser Saison ist für die Ice Tigers nicht zu unterschätzen: Drei Jahre nach dem Aus der Hamburg Freezers hatte Mäzen Thomas Sabo seinen Rückzug bei den Ice Tigers vor dem Saisonstart angekündigt, nur die laufende Spielzeit ist gesichert.

Deswegen appelliert Gastner: "Diese Niederlagen sind kein gutes Fundament für die ganzen Verhandlungen mit den neuen Sponsoren, in denen wir seit Wochen und Monaten stecken. Es geht um den Standort, es geht um DEL-Eishockey."

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Trotz der aktuellen sportlichen Misere sei der Standort Nürnberg "auf dem Weg dahin, gesichert zu sein. Es gibt schon viele, viele Zusagen, auf die ich auch vertraue. Es gibt auch schon Unterschriften für neue Verträge in der Zukunft", versichert Gastner, der den genauen Namen erst nach der Saison bekannt geben will. "Ich bin mir sicher, dass DEL-Eishockey in Nürnberg nicht sterben wird."

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O'Brien kurz vor dem Comeback

Auch Reimer glaubt fest an eine Eishockey-Zukunft in Nürnberg. "Wir gehen alle davon aus, dass Nürnberg nächstes Jahr in der DEL Eishockey spielt. Das ist kein großes Thema."

Zudem gibt es auch auf dem Eis einen Lichtblick: Jim O'Brien, der sich im ersten Testspiel im August gegen Ingolstadt schwer verletzt hatte, wird am 17. Januar beim Gastspiel bei der Düsseldorfer EG sein Comeback feiern.

© SPORT1

"Er ist ein Teufelskerl", sagt Gastner voller Freude und auch Reimer pflichtet ihm bei: "Das ist eine tolle Geschichte. Es ist beeindruckend, wie er sich da raus gearbeitet hat. Er war immer positiv."