Die Krefeld Pinguine sind trotz des Ausstiegs von Michail Ponomarew gerettet
Bei dne Krefeld Pinguinen keimt wieder Hoffnung auf © Bernd Thissen/dpa
Lesedauer: 2 Minuten

Die Krefeld Pinguine kämpfen um das wirtschaftliche Überleben. Michail Ponomarew erklärt nun seinen Rückzug und sorgt damit wieder für Hoffnung im Verein.

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Im Überlebenskampf der wirtschaftlich angeschlagenen Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gibt der umstrittene russische Geldgeber Michail Ponomarew nach und will sich zurückziehen.

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Die "endgültige Übertragung" seiner Anteile am Klub, die er über die Firma Energy Consulting Europe hält, werde "in die Wege" geleitet, kündigte der Russe am Mittwoch an: "Dieser Schritt ist aufgrund des vergifteten Klimas zwischen den Beteiligten für mich unausweichlich geworden."

Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos hatte tags zuvor Ponomarews Rückzug als einzigen Ausweg aus der existenzbedrohenden Krise des Ex-Meisters gefordert. Mit dem Russen wolle "im Grunde niemand zusammenarbeiten", sagte Roos. Ponomarew erklärte nun, er wolle nicht "als alleiniger Buhmann für ein System der jahrelangen Misswirtschaft herhalten", und fügte an: "Deshalb ist das Kapitel Krefeld Pinguine für mich beendet." Damit wächst die Hoffnung auf eine Rettung des Meisters von 1952 und 2003.

Neue Hoffnung für die Pinguine

Mit Ponomarews Rückzug wäre der Weg für neue Investoren frei, die den vom finanziellen K.o. bedrohten Pinguinen neue Mittel zur Verfügung stellen sollen. Laut Roos fehlen Krefeld aktuell 400.000 Euro, um eine Insolvenz abzuwenden. Insgesamt beläuft sich das Minus auf 1,1 Millionen Euro. Geplant ist eine Stammkapitalerhöhung um 750.000 Euro.

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Ponomarew, der Anteile im Nennwert von 345.00 Euro hält, hatte am vergangenen Freitag noch eine Geldspritze in Höhe von 300.000 Euro zur Soforthilfe in Aussicht gestellt. Dieses Angebot lehnte Roos ab, weil neue Geldgeber angeblich nicht mit dem Russen zusammenarbeiten wollten.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Laut Roos ist die Finanzkrise der Krefelder erst entstanden, weil Ponomarew in der Vergangenheit Zahlungszusagen nicht einhielt. Dies bestreitet der Russe.

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Bei seinem Einstieg 2018 sei ihm das Ausmaß der finanziellen Probleme verheimlicht worden. "Was mir erzählt und vorgerechnet wurde, stellte sich als falsch heraus", sagte er: "Der Finanzbedarf war exorbitant hoch, die jahrelange Misswirtschaft seitens der Verantwortlichen sorgte für immer wieder neue, vorher nicht bekannte Lücken in der Finanzierung."