Der EHC Red Bull München befindet sich aktuell in einer Schwächephase
Der EHC Red Bull München befindet sich aktuell in einer Schwächephase © Getty Images
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München - In der DEL bestätigt sich mit der Niederlage gegen die Adler Mannheim der Negativtrend des EHC Red Bull München. EHC-Coach Don Jackson schlägt deshalb Alarm.

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So richtig ausgelassene Stimmung wollte bei der Weihnachtsfeier von Red Bull München nicht aufkommen. Vor dem Olympia-Eisstadion kamen sich Fans und Spieler bei Glühwein und Bratwürsten zwar näher, doch der fiese Nieselregen und vor allem die Pleite im Prestigeduell wenige Stunden zuvor schlugen aufs Gemüt. 

Das 2:4 gegen Meister Adler Mannheim war bereits die dritte Niederlage in Folge für die Münchner, die ihren einst so komfortablen Vorsprung auf die Verfolger in der Deutschen Eishockey Liga mehr und mehr aus der Hand geben.

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Verliert der große Titelfavorit auch am Dienstag (DEL, Straubing - München, Di., ab 19.15 Uhr im LIVETICKER) beim Tabellenzweiten Straubing Tigers in der regulären Spielzeit, ist München die Spitzenposition los. 

Jackson fordert Leistungssteigerung

"Solche Herausforderungen haben wir jedes Jahr", sagte Meistertrainer Don Jackson, der von seinen Profis aber eine deutliche Leistungssteigerung erwartet. Man müsse die Ergebniskrise "jetzt abkürzen", so Jackson: "Das dauert schon zu lange." 

Die ersatzgeschwächten Münchner blieben erstmals in dieser Saison auf eigenem Eis ohne Punkt, zudem setzte es die zweite Heimpleite gegen Mannheim innerhalb einer Woche. Der Titelverteidiger reitet dagegen nach dem neunten Sieg hintereinander auf einer Euphoriewelle. "Wir haben uns für unsere harte Arbeit belohnt und einen großen Sieg eingefahren", sagte Verteidiger Joonas Lehtivuori.

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Gewinner seien aber auch die 5890 Zuschauer im Olympia-Eisstadion gewesen, meinte Adler-Trainer Pavel Gross: "Mit der Qualität auf dem Eis, der Stimmung und der Kulisse war das wieder Werbung für unseren Sport." 

München und Mannheim Titelkandidat

In der Tat bewiesen beide Mannschaften, warum sie unbestritten die beiden großen Titelkandidaten sind. Die Mannheimer wirkten insgesamt zielstrebiger und konsequenter in ihren Aktionen. Vielleicht auch, weil den Münchnern verletzungsbedingt sieben Profis und die U20-Nationalspieler John Jason Peterka, Justin Schütz und Dennis Lobach fehlten. 

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Im Tor musste erneut die eigentliche Nummer drei, Daniel Fiessinger, die angeschlagenen Danny aus den Birken und Kevin Reich ersetzen. Fiessinger agierte teilweise unglücklich, so wie beim Gegentreffer zum 1:1 durch Nicolas Krämmer. 

Überglücklich war dagegen der Mannheimer Björn Krupp, der mit dem 2:2-Ausgleich seinen ersten Treffer im Trikot der Adler erzielte. Das fühle sich "natürlich toll an", gab der Sohn von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp zu, "aber der Sieg war wichtiger."

Als Tabellendritter liegen die Kurpfälzer nur noch sechs Punkte hinter München zurück. Am Dienstag will Mannheim bei den Nürnberg Ice Tigers den zehnten Sieg in Folge feiern.