Pavel Gross, Adler Mannheim, EHC Red Bull München, DEL
Pavel Gross trainiert die Adler Mannheim © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Adler-Trainer Pavel Gross platzt nach dem Sieg gegen Bremerhaven der Kragen. Der 50-Jährige attackiert die DEL und zieht Vergleiche mit der Fußball-Bundesliga.

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Trainer Pavel Gross vom DEL-Tabellenführer Adler Mannheim hat im Anschluss an das 6:5 gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven scharfe Kritik an der Kommunikationspolitik in der Deutsche Eishockey Liga geübt.

"Es ist alles verboten hier in der Liga, es ist alles verboten, wir haben ein Pflaster auf den Mund bekommen", sagte der gebürtige Tscheche, nachdem er auf diskussionswürdige Entscheidungen der Schiedsrichter angesprochen worden war.

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Schiedsrichterleistungen dürfen in der DEL von Trainer und Managern öffentlich nicht gerügt werden, kritische Äußerungen werden in der Regel sanktioniert. Gross (50) glaubt, die DEL werde sich so auf keinen Fall weiterentwickeln.

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"Die Liga wird dadurch ganz schwer besser, wenn wir keine öffentliche Kritik haben, da ist uns der Fußball meilenweit voraus. Deswegen ist die Bundesliga eine der besten Ligen in der Welt, denn man kann mit positiver Kritik umgehen."

Gross gibt Managern die Schuld 

Gross sieht die Verantwortung für diesen Zustand aber auch bei den Managern der Klubs.

"Gebe ich den Schiedsrichtern die Schuld? Nein, die gebe ich unseren Managern, unserer Liga. Die Manager haben es einfach abgesegnet, die Manager haben auch gesagt: Wir dürfen die Schiedsrichter nicht kritisieren", führte Gross sichtlich emotional aus: "Das war die Mehrheit, das ist einfach so. Dann halten wir einfach die Schnauze."

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Vorangegangen waren in der Pressekonferenz kritische Anmerkungen von Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch, der sich an einigen Entscheidungen der Referees gestört hatte. "Die Schiedsrichter sind dazu da, die Spieler zu schützen. Das habe ich heute ganz klar nicht gesehen", sagte er.

Er wolle nicht kritisieren, ergänzte Popiesch, "sondern einfach Fakten auf den Tisch legen. Da muss ich sagen, das ist nicht der Weg gewesen, den ich mir vorgestellt habe."