DEB-Präsident Franz Reindl
DEB-Präsident Franz Reindl © FIRO/FIRO/SID
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Die deutschen Eishockey-Junioren haben bei der U20-WM in Kanada nicht nur Verbandspräsident Franz Reindl stolz gemacht.

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Für das Halbfinale hat es nicht ganz gereicht, aber die deutschen Eishockey-Junioren haben bei der U20-WM in Kanada nicht nur Verbandspräsident Franz Reindl stolz gemacht. "Der historisch erste Viertelfinal-Einzug war eigentlich unmöglich, aber die Jungs haben es möglich gemacht. Sie sind als Truppe zusammengewachsen und haben sich irgendwann in einen Rausch gespielt", sagte Reindl dem SID: "Es war ein Traum, ihnen dabei zuzusehen. Ich bin total begeistert."

Im Viertelfinale in Edmonton schied das Team von Trainer Tobias Abstreiter zwar knapp mit 1:2 (0:1, 0:1, 1:0) gegen Favorit Russland aus, doch schon das Erreichen der K.o.-Runde war angesichts der Umstände ein Riesenerfolg für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Bis zwei Tage vor dem WM-Start musste das DEB-Team wegen acht positiv getesteter Spieler in Quarantäne, später kam noch ein neunter Fall dazu.

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Ersatzgeschwächt kassierte die Mannschaft um Ausnahmetalent Tim Stützle im zweiten Spiel eine denkwürdige 2:16-Klatsche gegen Kanada - doch davon ließen sich die Youngster nicht unterkriegen. Angetrieben von Stützle und John-Jason Peterka folgten zwei dramatische Siege gegen die Slowakei (4:3 n.V.) und die Schweiz (5:4). "Das zeigt ihren Charakter, ihre Leidenschaft und auch ihre Qualität", sagte Reindl: "Und es zeigt auch, dass unser Nachwuchs-Konzept Früchte trägt."

Vor allem Stützle, der im NHL-Draft von den Ottawa Senators an Nummer drei ausgewählt worden war, bewies im Eishockey-Mutterland seine große Klasse. "Wie er seine Rolle auf dem Eis und in der Kabine angenommen hat, ist phänomenal", schwärmte Reindl: "Er ist ein Top-Leader, ausgestattet mit einem unglaublichen Talent."