Meldonium ist in Deutschland als Arzneimittel nicht zugelassen
Meldonium ist in Deutschland als Arzneimittel nicht zugelassen © Picture-Alliance
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Dem russischen Eishockey droht ein riesiger Dopingskandal. Einen Tag vor der EM ersetzt der Verband plötzlich die U18 durch die U17 - wohl wegen massiven Meldonium-Dopings.

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Das russische Eishockey steuert durch einen neuen Fall von Meldonium-Doping auf einen massiven Skandal zu.

Berichten zufolge hat der Verband das komplette U18-Team für die anstehende WM einen Tag vor der Abreise zum Turnier einfach durch die U17 ersetzt - weil beinahe der komplette Kader durch die Dopingkontrolle auf Meldonium gerasselt ist.

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Das berichten der russische Sportjournalist Slava Malamund via Twitter und die Website AllHockey.ru übereinstimmend.

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Demnach wurde im Zuge des massiven Dopingskandals auch der Trainer der russischen U18 entlassen. 

Nach Angaben der IIHF steht es Russlands Verband auch zu diesem Zeitpunkt noch frei, auch so umfassende Änderungen am Kader vorzunehmen.

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Die russische Mannschaft wollte eigentlich am Donnerstag in die USA fliegen, das Aufgebot muss bis zum 13. April bekannt gegeben werden. "Ja, wir fliegen dahin", bestätigte U17-Coach Igor Snarok, Bruder des A-Nationaltrainers Oleg Snarok, russischen Medien: "Und wir werden Medaillen holen."

Die vor allem in den baltischen Staaten und Russland vertriebene Substanz Meldonium soll die Durchblutung fördern und Ausdauer steigern. Als Medikament soll sie unter anderem für Herzerkrankungen geeignet sein.

Eine sehr hohe Fallzahl beim Nachweis von Meldonium im vergangenen Jahr hatte dazu geführt, dass der Wirkstoff ab dem 1. Januar 2016 auf die WADA-Verbotsliste gesetzt wurde. Seitdem sind über 100 zumeist russische Athleten positiv auf Meldonium getestet worden.

Prominentester Fall war Tennis-Superstar Maria Scharapowa.