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Im Achtelfinale des World Matchplays in Milton Keynes zündet Vincent Van der Voort ein Darts-Feuerwerk. Glen Durrant ringt Weltmeister Peter Wright nieder.

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Der nächste Favorit muss die Koffer packen!

Das diesjährige World Matchplay in Milton Keynes scheint kein gutes Pflaster für große Namen zu sein. Nach Michael van Gerwen, Gerwyn Price und Rob Cross muss nun auch Weltmeister Peter Wright frühzeitig abreisen. Gegen Glen Durrant setzte es eine 8:11-Pleite. (Darts World Matchplay auf SPORT1 im Free-TV und im Stream)

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Dabei liest sich die Statistik von "Snakebite" gar nicht so übel. Bei einem 3-Darts-Average von 101,68 Punkten lieferte er achtmal die perfekte Punktzahl 180 ab. Dazu warf er 48 Mal 100 oder mehr Punkte mit seinen drei Darts. Selbst im höchsten Checkout liegt er mit 121 klar vor dem "Duzza" (108).

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Letztendlich wurde dem Mann aus Livingston aber seine Fehlerquote beim Checkout zum Verhängnis. Gerade einmal acht von 30 Chancen konnte er nutzen - das entspricht indiskutablen 26,67 Prozent. Nach drei Legs hatte er bereits zehn Legdarts vergeben.

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Dennoch konnte er mit 4:1 in Führung gehen. Dann schlug aber die Stunde von Durrant, der mit sechs Legs in Folge das Spiel zum 7:4 drehte. Mit einem Kraftakt konnte Wright nochmal auf 8:8 ausgleichen, danach ging aber nichts mehr beim Paradiesvogel. Sein Kontrahent holte sich die nächsten drei Legs und damit den Sieg.

Lewis wackelt erst und liefert dann

Zum Abschluss des Achtelfinales setzte sich Adrian Lewis mit 11:7 gegen Danny Noppert durch.

Der Weltmeister von 2011 und 2012 musste allerdings mehr kämpfen als ihm lieb gewesen sein dürfte. Bis zum 6:6 war es ein komplett ausgeglichenes Spiel. Beide verloren je zweimal ihren Anwurf, konnten diese Scharte aber sofort mit dem nächsten Leg wieder ausmerzen.

Ab dem 13. Leg schaltete der "Jackpot" aber nochmal einen Gang höher und setzte seinen Kontrahenten immer heftiger unter Druck. Bezeichnend dafür war, dass er drei seiner vier 180er ab dem 13. Leg warf. Ab diesem Zeitpunkt nutzte Noppert auch seine überragenden Checkout-Quote nichts mehr.

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Zwischenzeitlich traf er 75 Prozent seiner Legdarts, am Ende stand er immer noch bei bärenstarken 63,64 Prozent. Den Ausschlag zugunsten Lewis' gab am Ende aber sein starkes Scoring. Mit einem 3-Darts-Average von 100,20 Punkten war er fast 13 Punkte besser als sein Kontrahent (87,63 Punkte).

Der "Dreammaker" darf weiter träumen

Für Dimitri Van den Bergh geht das Abenteuer in Milton Keynes weiter. Mit seinem 11:9-Erfolg über Joe Cullen feiert der zweimalige Junioren-Weltmeister im zweiten Karrierespiel beim World Matchplay den zweiten Sieg.

Im Gegensatz zu seinem lockeren Triumph über Nathan Aspinall musste der Belgier im Achtelfinale aber schon deutlich mehr kämpfen. Zwar kam er gut in das Match und überzeugte in seinen ersten beiden gewonnenen Legs mit High Finishes von 105 und 118 Punkten. Da Cullen aber ebenfalls seinen Anwurf durchbrachte, stand es trotzdem 2:2.

Danach verlor der "Dreammaker" etwas seine Linie und geriet mit 2:5 in Rückstand. Aber Schritt für Schritt kämpfte er sich wieder ran. Mit eigenem Anwurf ging er beim 9:8 zum ersten Mal seit dem ersten Leg wieder in Führung und konnte diese schlussendlich ins Ziel bringen.

Doch am Ende musste er nochmal tief durchpusten. Ganze sechs Matchdarts vergab der Youngster ehe er mit dem siebten Matchdarts den Sack zumachte.

"Ich bin sehr happy, weil ich sehr viel Druck gespürt habe. Gerade am Ende habe ich einige Fehler gemacht. Aber ich bin in der nächsten Runde und hoffentlich kann ich da besser spielen", zeigte er sich nach dem Match bei Sky Sport erleichtert.

Van den Voort mit der nächsten Überraschung

Nach seinem Überraschungssieg gegen Dave Chisnall in Runde eins hat Vincent Van der Voort den zweiten großen Namen aus dem Turnier gekegelt. In beeindruckender Marnier setzte sich der Niederländer mit 11:5 gegen Daryl Gurney durch.

Bevor der Nordire überhaupt wusste, wie ihm geschieht, hatte "The Dutch Destroyer" seinem Spitznamen bereits alle Ehre gemacht und war auf 5:0 davon gezogen. Besonders bitter, beim Stand von 0:3 verpasste Gurney bei Rest 20 drei Leg-Darts. Der Niederländer bedankte sich und holte sich auch dieses Leg.

Erst gegen Ende des Matches konnte "Super Chin" eine kleine Serie von drei gewonnen Legs hinlegen, mehr als eine Ergebniskorrektur zum 5:10 war das aber nicht mehr. Mit eigenem Anwurf machte Van der Voort mit dem elften Leg alles klar.

Die Achtelfinal-Duelle im Überblick:

Mittwoch, 22. Juli
Daryl Gurney - Vincent Van der Voort 5:11
Dimitri Van den Bergh - Joe Cullen 11:9
Peter Wright - Glen Durrant 8:11
Danny Noppert - Adrian Lewis 6:11

Dienstag, 21. Juli
Michael Smith - Mensur Suljovic 14:12
Gary Anderson - James Wade 11:8
Michael van Gerwen - Simon Whitlock 4:11
Gabriel Clemens - Krzysztof Ratajski 10:12