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Am 8. Spieltag der unibet Premier League Darts zerlegt Glen Durrant Superstar Michael van Gerwen. Rob Cross kassiert gegen Michael Smith die nächste Pleite.

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Was für eine Demonstration!

Der dreimalige BDO-Weltmeister Glen Durrant hat den dreimaligen PDC-Weltmeister Michael van Gerwen nach allen Regeln der Kunst mit 7:3 düpiert und sich am achten Spieltag der unibert Premier League Darts in Milton Keynes (LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) die Tabellenführung zurückgeholt. (SERVICE: Tabelle der unibet Premier League Darts)

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Vor dem Match hatte der Niederländer das Spiel seines Kontrahenten noch als "gut, aber langweilig" bezeichnet. Aber genau darin liegt seine Stärke, wie auch SPORT1-Experte Robert Marijanovic feststellte: "Ein starkes Spiel von Durrant. Wieder unauffällig, aber effektiv in der Statistik."

Der Knackpunkt der Partie war an diesem Abend das fünfte Leg. Eine 167 checkte der Duzza per Bulls Eye zur 3:2-Führung und nutzte den Flow direkt für drei weitere Leggewinne. Erst beim Stand von 2:6 konnte sich der niederländische Superstar wieder auf dem Scoreboard eintragen und zum 3:6 verkürzen. Das war aber nur noch Ergebniskosmetik.

Wie verdient der Sieg war, zeigt der Blick auf die Statistiken. Der Engländer legte einen bärenstarken Average von 104,43 Punkten hin. Mighty Mike konnte mit 98,18 Punkten nicht dagegenhalten. Dazu überzeugte der Duzza mit über 58 Prozent Checkouts und drei 180ern.

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MvG gelang nur einmal die perfekte 180 und konnte lediglich drei seiner acht Checkout-Chancen verwerten.

Wright im Eiltempo

Im letzten Spiel des Abends machte anschließend Peter Wright kurzen Prozess mit seinem Kontrahenten und spielte Jeffrey de Zwaan mit 7:1 an die Wand.

Bereits im ersten Leg zeigte sich, welchen Verlauf dieses Spiel nehmen würde. Mit Rest 109 hatte der Niederländer die Möglichkeit, einen Wackler des Weltmeisters zu nutzen. Wright verpasste ein 60er-Finish, ließ sich aber nach dem verfehlten Checkout de Zwaans nicht zweimal bitten und brachte das Leg ins Ziel.

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De Zwaan glich mit eigenem Anwurf zum 1:1 aus, danach verließen sie ihn aber. Snakebite zeigte sich unerbittlich und nutzte jeden Fehler seines Kontrahenten aus.

Am Ende sicherte sich der Weltmeister souverän mit einer Checkout-Quote von knapp 60 Prozent und einem 3er-Average von 102,26 Punkten den vierten Sieg in der diesjährigen Premier League. Damit springt Wright in der Tabelle auf Rang drei.

Der Absturz des Rob Cross geht weiter

Die diesjährige Premier League ist hingegen eindeutig nicht die Veranstaltung von Rob Cross. Der Weltmeister von 2018 verlor auch gegen Michael Smith und rutschte nach der 3:7-Pleite auf den letzten Tabellenplatz ab.

Schon der Start des 29-Jährigen verlief alles andere als nach Plan. Schnell lag der Engländer mit 0:3 hinten. Dann zeigte er aber noch mal seine alte Klasse und kämpfte sich mit 3:3 zurück ins Spiel. Vor allem bei seinem ersten gewonnen Leg zeigte er beim Checkout, zu was er eigentlich in der Lage ist.

Bei 143 Rest wählte er mit Triple 18 und Triple 19 den ungewöhnlichen Weg über die Doppel-16 zum Checkout. Aber er lieferte und nutzte dieses Hoch zum Ausgleich.

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Danach schlichen sich aber wieder Unsicherheiten ein. Besonders schmerzhaft war der verpasste Checkout beim Stand von 3:5. Statt eine 150 auszumachen, versagten ihm seine Nerven. Mit Rest 20 musste The Voltage zuschauen, wie der Bully Boy seinen 86er-Checkout zum 6:3 nutzte.

Auch im letzten Leg ließ Cross ein 77er-Checkout liegen. Smith sagte erneut Danke und holte sich das entscheidende Leg zum 7:3.

Daryl Gurney mit starkem Lebenszeichen

Vor dem Spieltag hatte noch Daryl Gurney als Tabellenletzter mit dem Rücken zur Wand gestanden, mit einem 7:5-Erfolg gegen Nathan Aspinall meldete er sich aber stark zurück.

Die Entscheidung in einem bis zum Ende spannenden Duell fiel im siebten Leg, als Gurney einen Patzer von The Asp nutzte. Als der Engländer ein 98er-Checkout verpasste, war der Nordire zur Stelle und krallte sich das Break zum 4:3.

Diesen Vorsprung gab er nicht mehr her und holte sich die so wichtigen Punkte, um am Judgement Day am Donnerstag vielleicht doch noch unter den besten Acht zu landen.

Wie knapp der Sieg war, zeigen die Statistiken: Mit einem Average von 103,01 Punkten lag Aspinall über fünf Punkte vor Gurney (97,95) und auch bei den 180ern lag er in Front. Insgesamt gelangen ihm fünfmal perfekte drei Würfe, während Gurney lediglich dreimal dieses Kunststück vollbrachte.

Aber am Ende gaben wieder einmal die Checkouts den Ausschlag. Hier lieferte der Nordire grandiose 63,64 Prozent, während Aspinall nur jedes dritte Checkout nutzen konnte.

Price mit Gala gegen Anderson

Auch Gerwyn Price stand vor dem Duell mit Gary Anderson als Tabellensiebter mit dem Rücken zur Wand. Aber der ehemalige Rugbyspieler zeigte seine Nervenstärke und deklassierte seinen Kontrahenten regelrecht mit 7:1.

Der Schotte musste bereits zwei eigene Anwürfe abgeben, ehe er zum 1:4 verkürzen konnte. Der Leg-Gewinn war allerdings nur ein kurzes Strohfeuer.

Price war zu stabil und holte sich mit den nächsten drei Legs den wichtigen Sieg. Ausschlaggebend war vor allem die Checkout-Quote. Während Price mehr als jeden dritten Leg-Dart nutzen konnte, traf Anderson gerade einmal bei acht Versuchen auf die Doppel.

Der 35-jährige Price kann in der Tabelle nun sogar nach oben schauen, die vier Topplätze sind wieder in Reichweite.

Dementsprechend zufrieden war Price auch nach dem Match. "Ich bin noch nicht qualifiziert. Ich brauchte heute einen Sieg, um Druck auf die anderen Spieler auszuüben und das habe ich geschafft. Daher bin ich glücklich", zog der Waliser bei Sky Sports sein Fazit.

Alle Spiele des 8. Spieltags im Überblick:

Anderson - Price 1:7
Aspinall - Gurney 5:7
Smith - Cross 7:3
van Gerwen - Durrant 3:7
Wright - de Zwaan 7:1