Michael van Gerwen (r.) ohne Chance gegen Dave Chisnall
Michael van Gerwen (r.) ohne Chance gegen Dave Chisnall © FIRO/FIRO/SID
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Das Debakel zu Neujahr ließ Michael van Gerwen ganz schlecht einschlafen.

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Das Debakel zu Neujahr ließ Michael van Gerwen ganz schlecht einschlafen. "Ich bin am Boden zerstört", schrieb der niederländische Darts-Dominator der Vergangenheit kurz vor Mitternacht in die Sozialen Netzwerke: "Heute Abend lief gar nichts für mich, ich habe mich selbst enttäuscht." Warum er im Londoner Ally Pally mit 0:5 gegen den Engländer Dave Chisnall untergegangen war und daher um seine Führung in der Weltrangliste bangen muss, konnte van Gerwen nicht sagen.

Sollte Gerwyn Price den Titel gewinnen, löst der frühere Rugbyspieler aus Wales van Gerwen an der Spitze ab. Dort steht der dreimalige Weltmeister seit sieben Jahren, in dieser Saison deutete sich der Sturz jedoch an. Die Viertelfinal-Pleite gegen Chisnall, gegen den van Gerwen zuvor 27 Duelle in Serie gewonnen hatte, war nur der Gipfel einer überraschenden Formkrise.

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Nach der Corona-Zwangspause kam van Gerwen selten in Schwung, bei der EM, dem World Matchplay und der Premier League verlor er ungewohnt früh. Erst bei den Players Championship Finals Ende November triumphierte er wieder - und zählte nach den drei WM-Siegen über Ryan Murray (3:1), Ricky Evans (4:0) und Joe Cullen (4:3) wieder zu den Titelanwärtern.

Dieser Kreis ist auf die vier Halbfinalisten zusammengeschrumpft. Während Chisnall am Samstag im zweiten Match des Abends auf den zweimaligen Champion Gary Anderson (Schottland) trifft und Price zuvor (ab 19.00 Uhr/beide Sport1 und DAZN) Stephen Bunting (England) zum Duell fordert, rätselt van Gerwen weiter. Auch wenn Chisnall überragend gespielt habe, "ich kann mir nur selbst die Schuld geben", sagte van Gerwen enttäuscht. "Ich muss über mein Spiel nachdenken und herausfinden, was schief gelaufen ist."