Lesedauer: 4 Minuten

München und Wolverhampton - Gerwyn Price und Darts-WM passen bisher nicht zusammen. Als Mitfavorit will der Waliser das bei der WM 2020 ändern. Dazu schickt er bei SPORT1 eine Kampfansage an van Gerwen.

Anzeige

Der absolute Höhepunkt eines jedes Darts-Jahres, die WM im legendären Alexandra Palace, war für Gerwyn Price in seiner bisherigen Kariere arm an Highlights. 

Bestes Resultat war das Erreichen des Achtelfinales 2018. Dort musste sich der heute 34 Jahre alte Waliser dem Weltranglistenersten Michael van Gerwen mit 2:4 geschlagen geben.

Anzeige

In den drei vorangegangenen Jahren war für Price jeweils bereits in der 1. Runde Endstation. 2015 gegen Peter Wright (0:3), 2016 gegen Andrew Gilding und 2017 gegen seinen Landsmann Jonny Clayton.

Im vergangenen Jahr musste er sich in Runde 2 dem späteren Halbfinalisten Nathan Aspinall nach einem Krimi mit 2:3 geschlagen geben. (Spielplan der Darts-WM 2020)

Die Darts-WM 2020 im Alexandra Palace ab dem 13. Dezember LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream

"The Iceman" hat innigen Wunsch

Für die am 13. Dezember beginnende WM 2020 hat Price deshalb einen innigen Wunsch. "In den letzten Jahren habe ich über die Weihnachtstage die WM nur noch vorm TV als Zuschauer verfolgt. Ich hoffe, in diesem Jahr werde ich aktiver involviert sein", sagt er zu SPORT1.

Der ehemalige Rugbyprofi will endlich seinen persönlichen WM-Fluch bezwingen.

"Die letzten Jahre im Ally Pally waren sehr enttäuschend für mich. Ich hatte definitiv Möglichkeiten, Spiele zu gewinnen, konnte sie aber nicht nutzen. In diesem Jahr fühle ich mich besser. 2019 war ein gutes Jahr für mich", erklärt Price und hofft "meine Leistungen bei der WM bestätigen zu können".

Price gehört zum Favoritenkreis

Bei seiner sechsten WM-Teilnahme gehört "The Iceman" zum engeren Favoritenkreis. Sieg beim Grand Slam of Darts, Sieg bei den International Darts Open und drei Players-Championship-Tuniersiege plus Teilnahme bei den Players Championship Finals - Price hat 2019 endgültig den Sprung in die Weltspitze geschafft. 

Dementsprechend groß sind sein Selbstbewusstsein und seine Motivation. "Ich bin die Nummer fünf der Welt, da ist alles möglich. Ich habe Michael van Gerwen bisher noch nicht besiegen können, aber der Ally Pally wäre der perfekte Ort, um das zu tun", schickt er eine Kampfansage an den Dominator. 

SPORT1 STARTER PAKET: Dartscheibe, Pfeile & Zubehör. Jetzt günstig im Set erhältlich - HIER SICHERN | ANZEIGE

Positiver Seitenaspekt eines guten Abschneidens bei der WM könnte der Sprung auf Platz zwei in der PDC Order of Merit sein. An den dort führenden van Gerwen wird er nicht herankommen können, Rob Cross verliert jedoch sein Sieger-Preisgeld von der WM 2018.

Gut möglich also, das Price nächsten Januar der erste Verfolger von Dominator van Gerwen ist.

Titel als Bad Boy erarbeitet

Wenn Price am 19. Dezember zu seinem Zweitrundenspiel gegen den Sieger des Erstrundenduells William O'Connor gegen Marko Kantele die Bühne im Alexandra Palace betritt, wird es auf jeden Fall sehr laut in der Halle werden. 

Der Waliser hat sich in der Vergangenheit durch einige Unsportlichkeiten den Titel des "Bad Boy" erarbeitet und wird deshalb oft von den Zuschauern ausgebuht. 

Unrühmlicher Höhepunkt war sein Verhalten beim Grand Slam of Darts 2018 im Duell mit Gary Anderson. Zum dritten Mal stand er in einem Major-Finale und endlich konnte er sich den langersehnten Premieren-Titel holen.

Allerdings wurde besagter Erfolg überschattet von wiederholten Provokationen gegenüber Anderson. Dieser wurde dadurch tatsächlich so abgelenkt, dass er seinen 11:8-Vorsprung noch verspielte. Am Ende stand es 16:13 für Price und ein neuer Bösewicht war geboren.

Price kassiert Rekordstrafe von der PDC

Die Folgen seines Verhaltens waren immens. Von der PDC wurde er mit einer Rekordstrafe von 21.500 Pfund und einer dreimonatigen Sperre (ausgesetzt zur Bewährung) belegt.

Die Fans "belohnen" sein Verhalten seitdem mit andauernden Pfeifkonzerten, sobald der Waliser die Halle betritt.

"Ich will einfach nur rausgehen und mein Spiel spielen. Das mag nicht jedem gefallen. Manche lieben es, manche hassen es. Aber wenn ich auf der Bühne nicht ich bin, dann werde ich niemals das Beste aus mir rausholen können. Das ist der einzige Grund, warum ich das mache, was ich eben mache", sagt er zu seinem Image.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Was Coman Sané voraus hat
  • Int. Fussball / Premier League
    2
    Int. Fussball / Premier League
    Der Absturz eines Mega-Talents
  • Fußball / Bundesliga
    3
    Fußball / Bundesliga
    Pizarro denkt über FCB-Angebot nach
  • Motorsport / Formel 1
    4
    Motorsport / Formel 1
    Das spricht gegen Vettels Rückkehr
  • Fussball / Transfermarkt
    5
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Pep will Trio - Alaba dabei?

Großartig ändern will er sein Verhalten in Zukunft nicht, auch "wenn es ist nicht einfach ist, wenn die Menge in meinem Rücken gegen mich ist. Aber damit muss ich umgehen, und ich denke, das mache ich sehr gut."