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Nico Kurz bezwingt den Weltranglisten-15. Joe Cullen und erreicht die dritte Runde bei der Darts-WM. Auch Max Hopp gewinnt und steht vor einer lösbaren Aufgabe.

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Nico Kurz und Max Hopp haben für einen grandiosen deutschen Abend bei der Darts-WM gesorgt und sind in die dritte Runde eingezogen.

Kurz bezwang den Weltranglisten-15. Joe Cullen nach einer starken Leistung mit 3:1 und trifft nun am Montagnachmittag auf Jugendweltmeister Luke Humphries (ab 13.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

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Direkt im Anschluss gewann Hopp mit 3:2 gegen Benito van de Pas, der in der 1. Runde Gabriel Clemens aus dem Turnier geworfen hatte. Hopp spielt nun am Sonntagnachmittag gegen den Litauer Darius Labanauskas, eine machbare Aufgabe (ab 13.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

"Ich bin so glücklich, dass es geklappt hat. Mir fehlen noch ein bisschen die Worte", sagte der 22-jährige Kurz hinterher im SPORT1-Interview. "Ich habe gemerkt, dass genügend Deutsche im Publikum sind und mich gut unterstützt haben." Durch den Drittrundeneinzug hat der Weltranglisten-222. bereits 25.000 Pfund (rund 29.300 Euro) Preisgeld sicher.

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Kurz dreht Rückstand in Sieg

Kurz erwischte einen Traumstart und lag schnell mit 2:0 Legs in Führung. Sowohl im dritten Leg (auf die Doppel-20) als auch im fünften Leg (auf das Bulls Eye) ließ er einen Satzdart liegen, sodass Cullen der Satzgewinn gelang.

Im zweiten Satz der umgekehrte Verlauf: Kurz holte einen 0:2-Rückstand auf und überlebte einen Satzdart, sodass er zum 1:1 ausgleichen konnte.

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Den dritten Durchgang holte er sich mit 3:1, im vierten lag er mit 0:2 Legs hinten. Danach drehte Kurz aber wieder auf, glich aus und verwandelte seinen dritten Matchdart auf die Doppel-20.

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Hopp folgt Kurz in dritte Runde

Kurz kam am Ende auf einen Average von 92,5 Punkten (Cullen 93,1), 42 Prozent der Doppelversuche landeten im Ziel (Cullen 45 Prozent). Beide Spieler schafften je zweimal das Maximum von 180 Punkten, dafür schaffte Kurz gleich 19-mal mindestens 140 Punkte (Cullen 14-mal).

In seinem Debütmatch beim Jahreshöhepunkt hatte sich Kurz am Mittwoch gegen den Engländer James Wilson durchgesetzt.

Hopp hatte im Anschluss gegen van de Pas einige Mühe. Der beste deutsche Darts-Profi war gegen den Niederländer eigentlich der dominante Spieler, brachte sich mit unnötigen Fehlern aber immer wieder um den eigenen Lohn.

"Es war kein schönes Spiel von mir. Ich habe es mir unnötig schwer gemacht. Zwei Deutsche in Runde drei, wie toll ist das denn?!", freute sich Hopp hinterher im SPORT1-Interview. "Ich gebe mir für heute eine Vier minus. Ich weiß, was ich im Stande bin zu leisten. Das war heute nur ein Bruchteil."

Hopp dominiert im Entscheidungssatz

Nach gewonnenem ersten Satz gab er Durchgang zwei ab, den dritten Satz sicherte er sich knapp mit 3:2. Nach verlorenem vierten Satz entschied er den Entscheidungsdurchgang deutlich mit 3:0 für sich und verwandelte seinen ersten Matchdart auf die Doppel-18.

Hopp kam am Ende auf einen durchwachsenen Drei-Darts-Average von 90,0 Punkten, van de Pas war mit 84,7 etwas schlechter unterwegs. Auf die Doppel checkten beide ordentlich aus, hier war van de Pas (45 %) ebenfalls schlechter als der "Maximiser" (48 Prozent).

Der Weltranglisten-24. hat nun am Sonntag die Chance, als erster Deutscher das Achtelfinale bei einer WM zu erreichen. Einen Tag später hat Kurz ebenfalls die Möglichkeit dazu.

"Ich habe noch nie gegen ihn verloren", sagte Hopp zu seinem Match gegen Labanauskas. "Er wird motiviert bis in die Fingerspitzen sein, das bin ich aber auch. Es war ein historischer Abend für Darts-Deutschland. Für die nächsten Jahre sieht es richtig gut aus."