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München - Nach dem frühen WM-Aus und dem Absturz in der Weltrangliste ist Raymond van Barnevelds WM-Teilnahme 2020 in Gefahr. Doch er will alles für ein erfolgreiches letztes Jahr geben.

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"Er hat mir Chancen gegeben, aber ich konnte sie nicht nutzen. Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll. Ich werde alles versuchen, um im nächsten Jahr wieder hierher zu kommen."

Die Worte, die Raymond van Barneveld am Montagabend getwittert hat, sprechen Bände. All die Enttäuschung und Ratlosigkeit nach dem bitteren Zweitrundenaus bei der Darts-WM werden deutlich. (Die Darts-WM 2019 täglich LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

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Gegen den Litauer Darius Labanauskas musste sich der fünffache Weltmeister völlig überraschend mit 2:3 geschlagen geben. Nach Peter Wright ist damit bereits der zweite Megastar vorzeitig ausgeschieden.

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Barney hat Rücktritt angekündigt

Eigentlich hatte van Barneveld einen ausgeklügelten Plan. Mitte November kündigte der Volksheld der Niederlande an, dass die Darts-WM im kommenden Jahr sein letztes Turnier sein wird. Doch nach der Pleite gegen Labanauskas gibt es daran berechtigte Zweifel.

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Der frühere Postbote hat schon seit längerem mit Motivationsproblemen zu kämpfen. Als Familienvater möchte er wieder mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen. Zudem macht ihm seine Diabetes-Erkrankung zu schaffen. Sein straffes Sportprogramm und eine vernünftige Ernährung sind auf der Tour nicht immer zu gewährleisten.

Wie geht es also mit dem 51-Jährigen weiter?

Van Barneveld muss sich qualifizieren

Um sich im nächsten Jahr auf der großen Bühne im Ally Pally verabschieden zu können, müsste sich van Barneveld überhaupt erst einmal für die Darts-WM 2020 qualifizieren. So einfach wie in den letzten Jahren wird dies aber nicht werden.

Denn nur die 32 besten Spieler der Weltrangliste sind sicher für das Turnier im Alexandra Palace qualifiziert. Durch sein WM-Aus ist van Barneveld bereits auf den 26. Platz abgestürzt. Und der Abwärtstrend wird sich im Laufe des Turniers fortsetzen.

Die Darts-Weltrangliste, die PDC Order of Merit, setzt sich nämlich durch die Höhe der Preisgelder zusammen.

Höhe der Einnahmen ist entscheidend

Gewertet werden dabei immer die Einnahmen der letzten beiden Jahre - und genau hier liegt für Barney das Problem. Bei der Darts-WM 2017 scheiterte der Niederländer erst im Halbfinale an Michael van Gerwen und verdiente durch seinen Auftritt 80.000 Pfund.

In diesem Jahr kassiert er als Verlierer der zweiten Runde nur 15.000 Pfund. Allein durch sein WM-Aus fehlen ihm deshalb bereits 65.000 Pfund.

Um unter die Top 32 zu kommen, müsste van Barneveld im kommenden Jahr viel Geld verdienen. Dies wird aber nur schwer möglich sein, weil er aufgrund seiner schlechten Platzierung in der Weltrangliste nicht mehr automatisch für die gut dotierten Major-Turniere qualifiziert ist.

Auch wenn er von der Premier League eine Wild Card erhalten sollte, nützt ihm seine Teilnahme daran nicht - denn als Einladungsturnier zählt sie nicht für die Order of Merit.

Barney hat drei Möglichkeiten

Für den Holländer bleiben drei Möglichkeiten, um den Traum vom Ally Pally noch einmal wahr werden zu lassen. (SERVICE: Hier zum kompletten Spielplan der Darts-WM 2019)

Der 51-Jährige könnte sich – wie Martin Schindler und Gabriel Clemens – über die European Tour qualifizieren. Dabei müsste er aber durch Europa tingeln und viele kleine Turniere spielen. Dies liegt wohl kaum im Interesse des Niederländers.

Als zweite Möglichkeit stünden Qualifikationsturniere für die großen Majors bereit. Würde er sich beispielsweise für die UK Open qualifizieren, könnte er dort wieder mehr Geld verdienen und sich in der Weltrangliste nach vorne arbeiten.

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Als dritte Option bleiben direkte Qualifikationsturniere für die Darts-WM. Über die BILD Darts Super League schnappte sich in diesem Jahr beispielsweise Robert Marijanovic ein Ticket für den Ally Pally. Als Niederländer könnte er beim Europa-West-Turnier teilnehmen.

Van Barneveld gibt sich kämpferisch

Doch hat der 51-Jährige darauf wirklich Lust? Die Antwort darauf teilt der Superstar am Dienstagabend ebenfalls via Twitter mit:

"Ich bin am Boden, aber noch nicht erledigt. Ich weiß, dass ich hart arbeiten muss und ich werde alles dafür geben, mein letztes Jahr als Profi erfolgreich zu gestalten!"

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