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Mensur Suljovic muss überraschend bereits in der zweiten Runde der Darts-WM die Segel streichen. Der Österreicher enttäuscht vor allem beim Checkout. Adrian Lewis siegt.

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Mensur Suljovic ist sensationell bereits in der zweiten Runde der Darts-WM 2019 (täglich LIVE im TV auf SPORT1) gescheitert. Der an Nummer sieben gesetzte Österreicher unterlag Ryan Searle (Nr. 61) trotz Satzführung überraschend mit 1:3.

"The Gentle" spielte zwar starke zehn 180er, offenbarte aber große Schwächen beim Checkout. Nur wegen des guten Wertes aus dem ersten Satz kam Suljovic am Ende noch auf eine Doppelquote von 24 Prozent - Searle erreichte 33 Prozent. Suljovic' höchstes Finish waren lediglich 46 Punkte.

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Im Drei-Darts-Average erreichten beide Spieler mit 90,8 bzw. 90,3 Prozent einen unterdurchschnittlichen Wert. Suljovic konnte am Ende dem immer stärker werdenden Engländer nichts mehr entgegensetzen und verlor verdient.

Damit bleibt der größte WM-Erfolg des Wieners das Erreichen des Achtelfinals. Suljovic hatte vor der Partie noch im SPORT1-Interview betont, dass er mit einem Mentaltrainer zusammenarbeite und die "beste WM-Vorbereitung aller Zeiten" hinter sich habe.

Suljovic hadert mit WM-Fluch

Nach dem Match war er untröstlich. "Ich verstehe es überhaupt nicht", sagte Suljovic: "Ich bin komplett gut gestartet. Ich dachte, es kann nichts schief gehen – und es ging alles schief. Auf einmal kommen die Triple nicht…Ich weiß es nicht. Ich bin komplett überrascht. Ich weiß nicht, was mit mir passiert."

Er sei "komplett locker" gewesen. "Ich hab wirklich top trainiert. Alles hat gepasst. Ich weiß nicht, woran es liegt. Ich muss es mit meinem Mentaltrainer besprechen. Das ist verheerend. Das tut weh", so der 46-Jährige.

Der WM-Flucht geht für Suljovic damit weiter, in London kann der Österreicher nur selten sein Potenzial abrufen. "Jedes Mal. Ein Leben lang dasselbe Problem. Aber dieses Mal dachte ich, es wird anders. Ich habe mich anders vorbereitet. Aber leider bleibt die WM ein großes Fragezeichen. Es ist nicht mein Turnier", meinte Suljovic.

Zuvor waren mit Simon Whitlock, Peter Wright und Raymond van Barneveld bereits weitere Topstars früh ausgeschieden.

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Lewis siegt souverän

Adrian Lewis hatte zuvor souverän die dritte Runde erreicht.

Der Weltmeister von 2011 und 2012 setzte sich mit 3:0 gegen Ted Evetts durch. "Jackpot" tat sich in den ersten beiden Sätzen schwer, gewann jedoch beide mit 3:2 Legs. Anschließend war der Willen seines Gegner gebrochen, mit dem ersten Matchdart auf die Doppel-16 beendete Lewis das Match.

Lewis, der in der nächsten Runde auf van-Barneveld-Bezwinger Darius Labanauskas trifft, wusste vor allem mit seiner Doppelquote von 53 Prozent zu gefallen. Außerdem kam er auf einen Drei-Darts-Average von 97,2 Punkten und insgesamt sechs 180er.  Setzt sich Lewis auch gegen den Litauer durch, würde im Achtelfinale der Sieger zwischen Michael van Gerwen und Max Hopp warten.

Rodriguez knapp gescheitert

Der Österreicher Rowby-John Rodriguez scheiterte hingegen wie sein Landsmann Suljovic knapp in der zweiten Runde.

Der Weltranglisten-68. unterlag dem Spanier Cristo Reyes trotz 2:0-Führung knapp mit 2:3 und verpasste damit ein Duell mit dem amtierenden Weltmeister Rob Cross.

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In den ersten 20 Legs entwickelte sich ein Break-Festival, lediglich dreimal konnte der eigene Anwurf durchgebracht werden. Nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Satzrückstand drehte Reyes auf und siegte verdient.

"Es tut sehr, sehr weh, dass ich verloren habe", sagte Rodriguez im SPORT1-Interview. "Cristo ist aber ein guter Freund von mir, ich wünsche ihm alles Gute."

King kämpft sich weiter

Rodriguez hatte sich in der 1. Runde gegen Ricky Evans durchgesetzt, der Weltranglisten-31. war dann eine Nummer zu groß. Beide Profis spielten einen schwachen Average (90 zu 85 Punkte für Reyes), der Spanier erwies sich aber beim Auschecken als eiskalt (Doppelquote 50 zu 24 Prozent).

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Im zweiten Match des Abends gewann Altmeister Mervyn King knapp mit 3:2 gegen Jan Dekker, der zum Auftakt gegen Lisa Ashton gewonnen hatte. King machte sich das Leben selbst schwer und vergab im vierten Satz sechs Matchdarts.

King mit Matchdart-Fail

Den Entscheidungssatz entschied er mit 4:2 Legs für sich, dabei gelang ihm im entscheidenden Leg ein bitterer Fehlwurf: Bei noch 74 Punkten Rest traf King erst die 14 und dann die Tripple-20. Da das Leg nur mit einem Treffer aufs Double-Segment beendet werden kann, fiel King wieder auf 74 zurück. Dies reichte jedoch letztlich trotzdem, um das Match für sich zu entscheiden.

Donnerstag, 20. Dezember 

Nachmittagssession
13.30 Uhr: Jermaine Wattimena - Michael Barnard 3:0
Ca. 14.30 Uhr: Alan Norris - Steve Lennon 3:2
Ca. 15.30 Uhr: Stephen Bunting - Luke Humphries 1:3
Ca. 16.30 Uhr: Steve Beaton - Chris Dobey 0:3

Abendsession
20 Uhr: Cristo Reyes - Rowby-John Rodriguez 3:2
Ca. 21 Uhr: Mervyn King - Jan Dekker 3:2
Ca. 22 Uhr: Adrian Lewis - Ted Evetts 3:0
Ca. 23 Uhr: Mensur Suljovic - Ryan Searle 1:3