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München - Nico Kurz gewinnt erneut die Super League und fährt zur Darts-WM. Max Hopp traut dem Youngster noch mehr zu, dafür müsse er sich aber voll dem Darts widmen.

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Deutschlands Nummer eins Max Hopp hat Darts-Shootingstar Nico Kurz zum nächsten Schritt in dessen Karriere aufgefordert und an alle deutschen Spieler appelliert, geschlossen aufzutreten.

"Jeder Spieler hat seine individuelle Klasse, aber ich denke, wir kommen in Deutschland über die breite Masse. Wichtig ist aber letzten Endes - wenn wir den Sport in Deutschland vorantreiben wollen - dass wir alle gemeinsam nach vorne gehen. Deshalb predige ich ja auch immer, dass Nico Kurz Profi werden soll", forderte Hopp im SPORT1-Interview via Facebook Live.

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Der 23-Jährige hat sogar einen Vorschlag, wie Deutschland im Darts erfolgreicher werden könnte. "Wir könnten ein prima Trainingsteam bilden und uns gegenseitig bisschen pushen. Ich glaube es wäre sinnvoll, wenn sich die Elite in Deutschland zusammentut und sich aneinander misst, weil das pusht ja dann auch die Leistung des Einzelnen", fügte der "Maximiser" hinzu.

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Hopp: Darts-Deutschland mit Kurz, Clemens und Co. gut aufgestellt

Der siebenmalige WM-Teilnehmer ist als 23. derzeit der beste Deutsche in der PDC-Weltrangliste. Obwohl es zahlreiche talentierte Spieler gibt, hat es bislang noch keiner in die absolute Weltspitze geschafft.

Doch das ist laut Hopp nur eine Frage der Zeit. "Ich glaube wir sind generell im Darts in Deutschland sehr gut aufgestellt: Wir haben Nico Kurz, Gaga Clemens, mich, dazu haben wir auch noch Martin Schindler und Robert Marijanovic. Ich glaube die Masse an Dartsspielern in Deutschland hat sich verbessert, und dadurch haben wir insgesamt aufgeholt. Wir können es den Engländern und den Holländern in den nächsten Jahren schwer machen", prophezeit der Juniorenweltmeister von 2015.

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Kurz hat von den deutschen Spielern mit das größte Potenzial, in die Elite vorzustoßen, wie er mit seinem Drittrundeneinzug bei der Weltmeisterschaft 2020 angedeutet hat. Für das Turnier 2021 hat er sich dank seines Siegs in der HYLO CARE Darts Super League Germany erneut qualifiziert - anders als für die PDC-Tour.

Als Vollprofi ist der 23-Jährige jedoch nicht unterwegs, er arbeitet hauptberuflich als Industriemechaniker. 

Schindler von Kurz beeindruckt

Kurz' Entwicklung hat auch Martin Schindler beeindruckt, den er im Vorjahr im Finale der Super League besiegt hatte. "In seiner ersten Saison hatte er noch Schwierigkeiten und danach ging es auf einmal los. Ich dachte mir: Was ist mit Nico passiert? Wo kommt das auf einmal her?", verriet Schindler Ende Mai im Gespräch mit SPORT1.

Schindler vermutete, dass es mit dem wachsenden Selbstbewusstsein zu tun hat. Zudem ist der 23-jährige Kurz wie er selbst "in einem Alter, in dem die Leistungskurve beim Darts am steilsten ist. In diesen frühen 20er-Jahren kann man noch so viel an seinem Spiel verändern."