Kobe Bryant beendete 2016 seine Basketball-Karriere
Kobe Bryant beendete 2016 seine Basketball-Karriere © Getty Images

Kobe Bryant arbeitet weiter an seiner Karriere in der Film-Industrie. Ein alter Vergewaltigungsvorwurf legt ihm dabei unerwartete Steine in den Weg.

von SPORT1

Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Kobe Bryant haben auch 15 Jahre später noch Auswirkungen auf das Leben des einstiegen NBA-Stars.

Eigentlich sollte der 40-Jährige am kommenden Wochenende in der Jury des "Animation Is Film Festival" in Los Angeles sitzen. Doch wie Eric Beckman, Geschäftsführer von GKIDS nun bekannt gab, wird daraus nichts.

"Nach Diskussionen mit den verschiedenen Interessensgruppen von Animation Is Film wurde die Entscheidung getroffen, Kobe Bryant aus der Jury 2018 zu entfernen", erklärte er in einem Statement.

"Wir sind eine junge Organisation und es ist wichtig, dass wir unsere gemeinsame Energie auf die Filme, die teilnehmenden Filmemacher und unsere Festivalbesucher konzentrieren."

Bryant enttäuscht über Entscheidung

Bereits zuvor gab es eine Online-Petition, die sich dafür stark gemacht hatte, Bryant aus der Jury zu entfernen. 

Der ehemalige Basketballer, der nach seinem Oscar-Gewinn für den animierten Kurzfilm "Dear Basketball" eine eigene Animationsfirma gegründet hatte, reagierte einerseits enttäuscht auf die Entscheidung des Veranstalters, zeigte sich andererseits aber auch geehrt über die Einladung.

"Diese Entscheidung motiviert mich und mein Engagement, ein Studio aufzubauen, dass sich auf Vielfalt und Einbeziehung in das Storytelling für die Animationsindustrie konzentriert. Ich konzentriere mich darauf, die Welt durch verschiedene Geschichten, Charaktere und Führungsqualitäten positiv zu verändern, um die nächste Generation zu inspirieren", schrieb er in einer Erklärung.

Sponsoren kündigen Verträge nach Vorwürfen

Im Jahr 2003 wurde Bryant wegen der angeblichen Vergewaltigung einer damals 19-jährigen Hotelangestellten angeklagt. Nachdem die Frau ihre Aussage zurückzog, wurde das Verfahren ein Jahr darauf eingestellt.

Schon damals hatten etliche Sponsoren als Konsequenz aus den Vorwürfen die Werbeverträge mit dem Ex-Star der Los Angeles Lakers gekündigt.