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München und Hamburg - In Hamburg fehlt es seit Jahren an erstklassigem Profi-Sport. Hoffnung machen jedoch die erfolgreichen Beachvolleyballer um Olympiasiegerin Laura Ludwig.

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Hamburg lechzt nach erstklassigem Profisport in der Stadt.

Der HSV und der FC St. Pauli sind nur zweitklassig im Fußball. Zum zweiten Mal in Folge verpasste der einstige Bundesliga-Dino die Rückkehr ins Oberhaus, die Kiezkicker waren 2001 das letzte Mal erstklassig.

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Auch der HSV Hamburg hat einen tiefen Absturz hinter sich und ist im Handball nur noch zweitklassig. Handballstadt Hamburg, so schien es noch vor einigen Jahren: Titel im Europacup der Pokalsieger 2007, Deutscher Meister 2011, Champions-League-Sieger 2013. Doch dann folgte die Insolvenz. Nach dem Neuanfang in der dritten Liga haben sich die Handballer heute zumindest wieder im deutschen Unterhaus etabliert.

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Die Eishockey Crocodiles sind gar nur drittklassig. Einzig die Basketballer der Hamburg Towers sind in einer der großen Mannschaftssportarten in der obersten Liga vertreten - hatten indes wegen Corona Glück, dass der letzte Tabellenplatz durch den Saisonabbruch in der BBL ohne Folgen blieb.

HSV mit Top-Teams im Beachvolleyball

Seit Jahren bringt die Hansestadt sportlich nichts mehr auf die Reihe. Zumindest fast nichts.

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Denn da wären immer noch einige Top-Duos im Beachvolleyball. Seit 2004 gibt es im HSV Beachvolleyball auf nationalem und internationalem Top-Niveau. Den Anfang machten Okka Rau und Stephanie Pohl, die 2009 ihre lange und erfolgreiche Karriere beendeten.

Mit Victoria Bieneck und Isabel Schneider, Leonie Körtzinger und Sarah Schneider sowie Nils Ehlers und Lars Flüggen sind noch weitere Top-Teams vertreten.

Ludwig und Walkenhorst holen Olympia-Gold

Für den sportlichen Höhepunkt sorgten 2016 Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die bei den Olympischen Spielen in Rio Gold gewannen. Nach Walkenhorsts Verletzungspause und Ludwigs Babypause endete die erfolgreiche gemeinsame Zeit beim HSV.

Seit 2019 steht Ludwig, nunmehr seit sieben Jahren im Verein, mit ihrer neuen Partnerin Maggie Kozuch im Sand und kämpft bei den wichtigsten Beachvolleyball-Turnieren der Welt um Titel. "Der HSV macht gerade viel im Breitensport. Er steht in regelmäßigem Kontakt. Er unterstützt nicht nur mit Worten, sondern auch finanziell", schwärmte die 34-Jährige auf SPORT1-Nachfrage.

Es sei wichtig, dass neben dem Fußball gerade die Sportarten, die nicht so häufig gesehen werden, durch einen großen Verein auch wahrgenommen werden, so Ludwig. "Da stehen sie sehr hinter uns."

Am Olympiastützpunkt trainieren die Spieler unter besten Bedingungen. Ziel ist es, in Hamburg den deutschen Leitstützpunkt für die deutschen Top-Teams der Männer und Frauen einzurichten.

Walkenhorst gewinnt erstes Match

Am Wochenende steht für Ludwig in der Hansestadt ein Heimturnier auf dem Programm - das letzte Frauen-Turnier der "Road to Timmendorfer Strand" (Beachvolleyball: "Road to Timmendorfer Strand" ab Samstag LIVE im TV auf SPORT1 und im STREAM).

"Es ist immer ein tierisch schönes Erlebnis, zu Hause zu spielen. Das haben wir in den letzten Jahren am Rothenbaum immer wieder gemerkt. Jetzt ist es zwar auf eine kleinere Art, aber wieder eine schöne Sache", erklärte die Olympiasiegerin von Rio.

Gleich zum Auftakt lief es für das Duo Ludwig/Kozuch in einem ganz besonderen Duell jedoch nicht rund. Gegnerin war Ludwigs Olympia- und WM-Gold-Partnerin Kira Walkenhorst. Diese siegte mit ihrer neuen Partnerin Anna-Lena Grüne jedoch überraschend mit 2:1

An den Ambitionen von Laura Ludwig und Maggie Kozuch ändert dies freilich nichts. "Wir haben uns Zeit genommen für unser Training. Wir haben das Programm ein bisschen umgestellt und mehr Technik und Athletik gemacht. Darüber hinaus haben wir ein paar andere Dinge umgestellt und es fühlt sich sehr gut an."