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München und Hamburg - Auch Beachvolleyballerin Laura Ludwig trifft die Olympia-Verschiebung. Bei SPORT1 spricht sie über die Hoffnung auf 2021 - und nennt Details zur Familienplanung.

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Natürlich: Corona hat auch das Leben von Laura Ludwig gehörig durcheinander gewirbelt.

Die Beachvolleyball-Olympiasiegerin von Rio muss zugeben, dass sich durch die Pandemie und die damit einhergehende Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio die Prioritäten enorm verschoben haben.

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"Wir genießen aber auch die Zeit als Familie zu dritt, es ist also auch eine positive Umgewöhnung", sagt Ludwig im exklusiven Interview mit SPORT1.

Mehr Zeit also für Söhnchen Teo (fast zwei Jahre alt) und Partner Morph Bowes, der gleichzeitig der Beachvolleyball-Bundestrainer ist. "So schlimm war das insofern nicht, auch mal das Leben zu genießen, mal nicht einem Plan hinterherjahen zu müssen", erklärt die 34-Jährige.

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Ludwig: "Wieder Hummeln im Po"

Und trotzdem: So allmählich soll es endlich wieder richtig losgehen an der Seite von HSV-Partnerin Maggie Kozuch, nachdem die Corona-Einschränkungen gelockert werden, auch das Training am Hamburger Olympiastützpunkt wieder richtig anläuft.

"Nachdem ich da anfangs mental in ein Loch gefallen bin und danach auch gern mal entschleunigt trainiert habe, habe ich nun doch wieder Hummeln im Po", freut sich Ludwig. 

Auch wenn es zunächst ohne die Aussicht auf Turniere erstmal vor allem wieder um Grundlagen-Training ging - Ludwig sprüht vor Tatendrang: "Ich hoffe noch auf die Deutschen Meisterschaften Anfang September in Timmendorf."

Und überhaupt: Trotz aller Negativauswirkungen infolge von Corona auf den Sport sieht sie dadurch auch eine Chance: "Jetzt ist es vielleicht möglich, präsenter zu werden, die Lücken im TV, wenn anderes nicht stattfindet, mit Sportarten wie Beachvolleyball zu füllen." Selbst wenn ihr Sport am schönsten sei, wenn Zuschauer dabei sind.

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Ludwig über das Karriereende

Um dann im kommenden Jahr bei dem nächsten Olympia-Anlauf einen krönenden Karriere-Abschluss hinzulegen? "Ich würde niemals nie sagen", schließt Ludwig eine Fortsetzung der Karriere auch über Tokio hinaus keineswegs aus.

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"Man muss den richtigen Moment abwarten. Im Moment kann ich mir mein Leben ohne Beachvolleyball nicht vorstellen. Aber ich habe ja jetzt das Glück, dass alles noch ein Jahr sacken zu lassen", meint sie.

Und wenn die Spiele in Japan am Ende ersatzlos gestrichen werden? "So weit mag ich nicht denken", sagt Ludwig, der dann aber vor allem die deutschen Youngster leid täten wie Julius Thole und Clemens Wickler, die sich zum ersten Mal für die Spiele qualifiziert hatten. "Die müssen dann noch vier Jahre warten. Ich dagegen hätte dann halt acht Jahre die Goldmedaille umhängen." (gewonnen 2016 mit Kira Walkenhorst, Anm. d. Red.)

Doch noch geht die geborene Berlinerin davon aus, 2021 noch einmal im Zeichen der fünf Ringe in den Sand zu gehen. "Da müssen wir dann wohl umplanen, weil wir Teo eigentlich noch ein Geschwisterchen schenken wollten."