ALBA Berlin beendete mit dem Pokalsieg eine jahrelange Titelflaute
ALBA Berlin beendete mit dem Pokalsieg eine jahrelange Titelflaute © Imago
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München und Berlin - ALBA Berlin darf sich vor dem Spiel gegen Istanbul noch Chancen auf die Playoffs der EuroLeague ausrechnen. Patrick Femerling erklärt bei SPORT1 den Erfolg.

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Was im Berliner Fußball bestenfalls eine kühne Vision ist, kennen die Basketballer der Hauptstadt schon lange: Seit Jahren misst sich ALBA mit den großen Teams in Europa.

In dieser Saison sind die Berliner sogar das deutsche Aushängeschild im kontinentalen Wettbewerb.

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Im Gegensatz zum FC Bayern Basketball, der in der Bundesliga das Nonplusultra darstellt, mischen die Albatrosse noch im Kampf um die Playoff-Plätze der EuroLeague mit. (EuroLeague: ALBA Berlin gegen Anadolu Efes Istanbul ab 20 Uhr im LIVETICKER)

Femerling über ALBA: "Eine gute Mannschaft"

"Es ist einfach eine gute Mannschaft, die guten Basketball spielt, die homogen und auch gewachsen ist", sagt der ehemalige ALBA-Center Patrick Femerling bei SPORT1 zu den Gründen des Erfolgs.

Verantwortlich für diese neue Stärke ist laut Femerling ein alter Hase. Starcoach Aíto García Reneses habe es geschafft, Talente wie Jonas Mattisseck oder Malte Delow bei den Profis zu integrieren. Der Erfolg gebe ihm Recht. (DATENCENTER: Die Tabelle der EuroLeague)

"Da gab es ja zehn Jahre auch Probleme, weil es kein junger Spieler in die erste Mannschaft geschafft hat aufgrund dessen, dass es konzeptionell einfach nicht angedacht war", erklärt Femerling. "Und jetzt kommt ein Trainer wie Aíto und macht das einfach."

Zusätzliches Selbstvertrauen habe dem Team der Triumph im BBL-Pokal gegeben, glaubt der 44-Jährige, der in seiner aktiven Karriere nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien und Griechenland Meister wurde.

Mit dem FC Barcelona gewann er 2003 sogar die EuroLeague.

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ALBA noch in die Playoffs der EuroLeague?

Soweit sind die Berliner sicherlich noch nicht. Doch vor dem Heimspiel gegen Tabellenführer Anadolu Efes aus Istanbul können sie zumindest noch auf den Einzug in die Playoffs der europäischen Königsklasse hoffen.

Nach 25 von 34 Spielen der regulären Saison stehen die Berliner zwar nur auf Platz 14. Doch der Rückstand auf Platz acht, der noch zur Teilnahme an den K.o.-Spielen berechtigt, beträgt gerade einmal zwei Siege. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan der EuroLeague)

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"Solange wir noch die Chance darauf haben, schaut man natürlich dahin", verrät ALBA-Spielmacher Martin Hermannsson.

Vor der Saison hatten sich die Bayern noch Hoffnungen gemacht, als erstes deutsches Team überhaupt die K.o.-Spiele der EuroLeague zu erreichen. Doch die Münchner liegen derzeit abgeschlagen auf dem 18. und letzten Tabellenplatz, zwei Siege hinter ALBA.

Hermannson schwärmt von Anadolu Efes

Von Anadolu Efes spricht Hermannsson in den höchsten Tönen. "Sie haben kaum Schwachstellen und stehen nicht ohne Grund da oben", sagt der Isländer über das Star-Ensemble aus Istanbul um den ehemaligen NBA-Spieler Shane Larkin, bei dem auch der deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß spielt.

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Aber Hermannson betont auch: "Wir haben nichts zu verlieren. Wir haben keinen Druck, der liegt bei denen."

Dass die Berliner tatsächlich mit dem Spitzenreiter mithalten können, haben sie im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams gezeigt. Im Oktober unterlag ALBA in Istanbul erst nach Verlängerung mit 105:106.