Die Rivalität zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus ist riesig
Die Rivalität zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus ist riesig © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/Imago
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München - In der Euroleague kommt es zum Hass-Gipfel zwischen Panathinaikos und Olympiakos Piräus. In der Liga ist dieses Duell nach einer völligen Eskalation unmöglich.

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Es ist das brisanteste Spiel der Saison - und doch sind die Vorzeichen in diesem Jahr andere.

Die Rede ist vom griechischen Hass-Derby: Panathinaikos Athen (7-4) gegen Olympiakos Piräus (5-6) (Euroleague: Panathinaikos Athen – Olympiakos Piräus ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

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Über Jahre hinweg prägte dieses Duell den griechischen Basketball und sorgte für zahlreiche Skandale. Der letzte davon stellte alles auf den Kopf, denn in der griechischen Liga werden die beiden Erzrivalen in diesem Jahr nicht aufeinander treffen.

Euroleague-Duell: Mehr als nur ein Spiel

So ist die Partie in der "grünen Hölle" von Panathinaikos im Rahmen der Euroleague das erste Duell in diesem Jahr und für beide Teams steht mehr als nur der Sieg auf dem Spiel - eine Niederlage in dieser Partie ist für das jeweilige Team wohl das Schlimmste überhaupt.

Aber wieso spielen die beiden Rivalen nur noch auf europäischer Ebene gegeneinander und nicht mehr in der heimischen Liga?

Seit jeher flogen zwischen dem mächtigen Panathinaikos-Anteilseigner sowie Pharmaproduzenten Dimitris Giannakopoulos und der Reeder-Familie Angelopoulos aus Piräus die Fetzen. Sogar auf dem Feld gab es immer wieder hitzige Szenen.

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Rivalität zwischen Athen und Piräus eskaliert

Doch das Pokalhalbfinale im Februar sorgte für eine Eskalation des Konflikts. Olympiakos fühlte sich bei dem Duell von den drei Schiedsrichtern schwer verpfiffen und trat beim Stand von 25:40 nicht mehr zur zweiten Halbzeit an.

Giannakopoulos bezeichnete die aufgebrachten Gegner als schlechte Verlierer und provozierte zusätzlich, indem er einen roten Damenslip über die leere Ersatzbank der Kontrahenten hängte.

Olympiakos erteilte dem Panathinaikos-Besitzer Hausverbot und teilte mit, gegen Panathinaikos nur noch unter der Leitung ausländischer Schiedsrichter anzutreten. Die Liga lehnte dies ab, sodass das Liga-Derby im März ins Wasser fiel.

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Im Mai weigerte sich der zwölfmalige Meister dann, bei Promitheas Patras anzutreten, da mit Panagiotis Anastopoulos einer der drei "Skandal-Schiedsrichter" angesetzt wurde. Dieser verzichte, auch auf Druck etlicher Olympiakos-Anhänger, freiwillig auf das Spiel.

Olympiakos nach Zwangsabstieg auf Talfahrt

Dies rief nun wiederum Panathinaikos auf den Plan. Der Tabellenführer trat zum letzten Spiel der Hauptrunde gegen Kymi B.C. nicht an und kassierte einen Punktabzug mit pikanter Folge: Der Klub rutschte in der Tabelle auf Platz zwei ab, was ein Playoff-Duell mit Olympiakos zur Folge hatte.

Doch weil auch dort mit Anastopoulos und Anastasios Manos zwei Pokal-Referees angesetzt waren, boykottierte Piräus das erste Spiel und wurde von der Liga zum Zwangsabstieg verdonnert. Ziemlich skurril: Auf der Bank von Olympiakos lag ein gerupftes Huhn. 

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Aufgrund einer sogenannten "A-Lizenz" darf der Traditionsklub aber in der Euroleague weiter antreten und spielt dort mit seinen Stars um Vassilis Spanoulis, während im Ligabetrieb nur ein B-Team für die Rot-Weißen aufläuft. Nach neun Partien liegt dieses lediglich auf Rang 13 - der Wiederaufstieg scheint in weiter Ferne.

Daher steht das Euroleague-Duell nun in ganz Europa unter besonderer Beobachtung. Denn auch der griechische Verband wird genau auf seine beiden Skandalklubs schauen, falls es in Zukunft wieder zu einem Duell auf Ligaebene kommen sollte.