Peyton Siva musste mit ALBA Berlin eine Niederlage einstecken
Peyton Siva führte Alba Berlin als Topscorer zum Halbfinal-Triumph in Andorra. Im Finale wartet nun Valencia © Imago
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ALBA Berlin steht im EuroCup-Finale von einem historischen internationalen Triumph. Es geht ausgerechnet gegen den Rekordsieger - mit dem auch noch eine Rechnung offen ist.

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Schon der Erfolg in den Pyrenäen hatte historische Ausmaße für ALBA Berlin. Doch der Gipfelsturm soll noch nicht beendet sein.

"Ich hatte nichts erwartet, aber jetzt bin ich für alles bereit", sagte Trainer Aito Garcia Reneses nach dem hart erkämpften Finaleinzug im EuroCup.

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Am Ende stand ein 87:81 (51:42) bei MoraBanc Andorra, Alba entschied die Best-of-Three-Serie mit 2:0 für sich und spielt nun zum zweiten Mal um den Titel im zweithöchsten europäischen Wettbewerb - weiter hat es noch kein deutscher Klub auf internationalem Parkett gebracht.

Starkes Valencia wartet

Wie schon bei der bislang einzigen Finalteilnahme im EuroCup vor neun Jahren heißt der Gegner Valencia Basket. Der Rekordsieger aus Spanien steht zum sechsten Mal im Finale, dreimal hat Valencia den Titel schon gewonnen, ist im laufenden Wettbewerb seit 14 Spielen ungeschlagen - Alba geht also als klarer Außenseiter in die Best-of-Three-Finalserie ab dem 9. April.

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Doch der Klub aus der Hauptstadt hat viel zu gewinnen. Nicht nur den zweiten internationalen Titel nach dem Sieg im drittklassigen Korac-Cup 1995. Der Gewinner des EuroCups darf in der kommenden Saison an der EuroLeague teilnehmen, und in der Königsklasse ist großes Geld zu verdienen und viel Prestige zu gewinnen.

Siva führt ALBA zum Sieg in Andorra

Der Erfolg auf 1000 Höhenmetern beim zuhause zuvor ungeschlagenen Team aus Andorra gibt nun Selbstvertrauen, denn er fiel dem Team nicht in den Schoß. ALBA-Guard Peyton Siva sprach nach dem Spiel vor rund 5000 Fans von einer "der lautesten Hallen, in denen ich jemals gespielt habe".

Vor dieser Kulisse setzte Berlin sich im zweiten Viertel zunächst ab, ließ die Gastgeber dann aber bis auf einen Punkt herankommen. In der Schlussphase blieben die Berliner cool, und Siva war mit 21 Punkten Topscorer der Gäste.

Coach Aito zeigt Verständnis für Auf und Ab

Coach Garcia Reneses zeigte angesichts des großen Ziels vor Augen Verständnis für das Auf und Ab seines Teams. "Es war schwierig, weil die Emotionen schwer zu kontrollieren waren", sagte der Spanier: "Wir haben schon hoch geführt, und dann haben wir angefangen, an die Schlusssirene zu denken, als das Spiel noch lief."

Das Duell mit Valencia ist jetzt eine große Chance für den Klub. 2010 hatten die Berliner das Finale beim Final Four in Vitoria klar verloren, nun soll der Sieg im EuroCup her. In der "zweiten Liga" Europas werden insgesamt rund vier Millionen Euro an die 24 Teams ausgeschüttet - in der EuroLeague sind es 30 Millionen Euro für 16 Klubs. Allein pro Sieg in der Hauptrunde mit garantierten 30 Spielen pro Teilnehmer gibt es 40 000 Euro.