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München - Die easycredit BBL setzt nach langen Diskussionen im Vorfeld des Finalturniers ein Zeichen gegen Rassismus. Per Günther hatte sich dennoch mehr erhofft.

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Per Günther hat seine Haltung hinsichtlich des Auftretens der easycredit BBL in Sachen Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus trotz gemeinsamer Aktionen vor dem ersten Spiel des Finalturniers (SPORT1 zeigt sechs Partien des Finalturniers LIVE im TV auf SPORT1) untermauert.

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"Am Anfang war ich verärgert, jetzt finde ich es einfach schade. Dass wir generell als Liga verpasst haben, uns so positionieren oder so darzustellen, wie wir eigentlich sind", sagte der Spielmacher von ratiopharm Ulm vor der Partie seines Teams gegen den FC Bayern Basketball (95:85) am Samstagabend bei MagentaSport.

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"Das Wort die 'Liga' ist abstrakt, da sind so viele Leute dahinter, die seit Jahrzehnten für den deutschen Basketball auch arbeiten. So wie ich die Leute kennengelernt habe in meiner Zeit, sind das Leute, die auch jetzt bewegt sind von den Bildern aus den USA. Für die Fremdenfeindlichkeit und Rassismus immer ein absolutes Feindbild sind", ergänzte der 32-Jährige.

BBL-Boss Holz pro Kampagne

Günther hatte im Vorfeld des Finalturniers mit einem Tweet für Aufsehen gesorgt, in dem er angekündigt hatte, Strafen zu übernehmen, die BBL-Geschäftsführer Stefan Holz für Aktionen der Spieler gegen Rassismus.

Dieser hatte seine von vielen Seiten kritisierten Aussagen korrigiert und Solidaritätsbekundungen der Akteure doch unterstützt.

"Das Thema hat in den letzten Tagen eine enorme Dynamik bekommen. Wir haben in zwei Tagen eine Kampagne und einen Hashtag aus dem Boden gestampft", hatte Holz am Freitag erklärt: "Wir werden die Position der Liga, die sich nicht verändert hat, morgen nochmal klar nach außen adressieren."

Aktionen beim Auftakt des Finalturniers

Die Teams spielen unter dem Hashtag "UNITEDAGAINSTRACISM". Vor der Partie BG Göttingen gegen Hakro Merlins Crailsheim versammelten sich Teams und Schiedsrichter haben vor einem Gestell mit der Aufschrift "United against Racism".

Auch der FC Bayern setzte ein Zeichen: Die Spieler wärmten sich mit Shirts auf, die eine klare Message hatten. "ROT GEGEN RASSISMUS" war auf den Aufwärmshirts zu lesen und unter dem Schriftzug: #BLACKLIFESMATTER.