Point Guard Peyton Siva ist mit durchschnittlich 8,5 Assists derzeit der beste Vorlagengeber der BBL
Point Guard Peyton Siva ist mit durchschnittlich 8,5 Assists derzeit der beste Vorlagengeber der BBL © SPORT1-Grafik: Imago
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München - ALBA Berlin ist das heißeste Team der BBL. Besonders offensiv begeistern die Berliner. Nur der Konditionscoach ist nicht glücklich - wegen eines Donut-Rituals.

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Der Saisonstart hätte für ALBA Berlin kaum besser laufen können. In der BBL feierte der Hauptstadt-Klub zum Auftakt zwei Kantersiege, hat schon jetzt 227 eigene Zähler und eine Punkt-Differenz von +96 auf dem Konto.

Da kann auch Meister und Tabellenführer FC Bayern München (+45) trotz drei Siegen aus den ersten drei Spielen nicht mithalten.

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Auch wenn zu diesem frühen Zeitpunkt der BBL-Saison mit den Telekom Baskets Bonn, den EWE Baskets Oldenburg und Brose Bamberg noch drei weitere Teams verlustpunktfrei auf den vorderen Tabellenplätzen stehen: Im Kampf um die Meisterschaft läuft es wohl erneut auf ein Duell zwischen den Bayern und ALBA hinaus. Zu konstant pflügten die beiden Top-Teams auch in der vergangenen Saison durch die Liga.

Berliner Offensivmaschine läuft heiß

Wobei die Berliner bei ihrem Traumstart in diese Saison besonders offensiv begeistern: In vier der bisherigen sechs Saisonspiele knackte ALBA die 100-Punkte-Marke, zuletzt auswärts im EuroCup beim 102:93-Erfolg in Limoges.

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Wenn es nach Sportdirektor Himar Ojeda Perez geht, soll bei ratiopharm Ulm am Samstag (ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) das nächste Offensiv-Spektakel folgen, auch wenn das für die Fitness der Spieler nicht unbedingt förderlich wäre.

"Unser Konditionscoach ist nicht glücklich. Der Spieler, der die 100 Punkte voll macht, muss Donuts mit zum nächsten Training bringen", erklärte der Spanier auf Twitter: "Vier mal in sechs Spielen."

Ulm hinkt Erwartungen hinterher

Zuletzt gestatteten die Ulmer, die mit zwei Liga-Niederlagen gestartet sind und aktuell nur den 14. Platz in der BBL belegen, Oldenburg immerhin 103 Punkte. Nach dem zehnten Platz in der Vorsaison hinkt der Vize-Meister von 2016 seinen Erwartungen erneut hinterher - und das, obwohl Starspieler Per Günther im SPORT1-Interview vor Saisonbeginn noch Optimismus verbreitet hatte:

"Man merkt, dass der Trainer und der Manager mit neuem Konzept und neuen Ideen aus dem Sommer gekommen sind. Wir haben neues Personal und neue Spielideen. Daher sehe ich nicht, warum wir nicht an die Vergangenheit anknüpfen sollten statt an letztes Jahr", so Günther.

Bislang konnten die Ulmer die Trendwende aber noch nicht einleiten, auch wenn sie bislang häufig sehr unglücklich verloren haben. Unter dem Strich steht aber nur ein Sieg - im Eurocup gegen Galatasaray - aus den ersten sechs Spielen. Auch im Pokal sind die Schwaben bereits ausgeschieden. Die Chancen auf eine Runde Süßgebäck im nächsten ALBA-Training stehen also nicht so schlecht.

An mehr wollte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi vor der Saison aber noch nicht denken: "Ich glaube, dass die Bayern in der Lage sein werden, die totale wirtschaftliche Dominanz, die sie im Fußball über Jahre aufgebaut haben, auch im Basketball herzustellen", sagte der Ex-Profi im September bei SPORT1 und schob den Münchnern damit eindeutig die Favoritenrolle auf die Titelverteidigung in der Liga zu.

Selbstbewusstsein in Berlin wächst

Dennoch ist nicht nur an Perez' lockerer Donut-Aussage unzweifelhaft abzulesen, dass das Selbstbewusstsein in der Hauptstadt dank der erfolgreichen Vorsaison gestiegen ist.

"Wir wollen unter die besten Vier", definierte Baldi schon vor dem Traumstart das Saisonziel im SPORT1-Interview. Sollten die Albatrosse ihre Erfolgswelle weiter reiten, könnte am Ende noch deutlich mehr herausspringen - dann wäre auch der Konditionscoach wieder glücklich.