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Das Pokalfinale bietet einen Krimi bis zu letzten Sekunde. Nach einem starken Berliner Comeback im Schlussviertel setzt sich Brose Bamberg in den letzten Sekunden durch.

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Von der Bierdusche durchnässt applaudierte Federico Perego den Fans auf den Rängen voller Dankbarkeit, längst bebte die Frankenhölle: Gut vier Wochen nach dem Amtsantritt des Trainers hat Brose Bamberg mit dem eigenen Publikum im Rücken zum sechsten Mal den Pokal der Basketball Bundesliga (BBL) gewonnen und in einer ganz schwierigen Saison für ein Highlight gesorgt.

Im Finale des reformierten Wettbewerbs nutzte die frühere deutsche Nummer eins ihren Heimvorteil beim 83:82 (44:37) gegen Vizemeister Alba Berlin, der zum zweiten Mal nacheinander im Pokalendspiel den Kürzeren zog und es verpasste, zu Rekordsieger Bayer Giants Leverkusen (10) aufzuschließen.

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Pokalsieg als Frustlöser

"Wir haben so viel Frust in dieser Saison erlebt, da ist dieser sportliche Erfolg eine wirkliche Entschädigung", sagte Bambergs Aufsichtsratsboss Michael Stoschek bei Margenta Sport. Der erst 34 Jahre alte Perego lobte seine Spieler, während der Verein Freibier für die Fans ausschüttete: "Ich habe eine Gruppe von Spielern, die heute einen unglaublichen Job gemacht haben."

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Bamberg holte den ersten Titel seit der Meisterschaft 2017 und auch den ersten unter Perego, der Italiener hatte erst vor gut vier Wochen den entlassenen Ainars Bagatskis abgelöst. Dass Bamberg zu Hause antreten durfte, war Losglück. Die Vergabepraxis ist nicht unumstritten.

Durch die Niederlage warten die Berliner, die im Viertelfinale Titelverteidiger Bayern München ausgeschaltet hatten, weiter auf ihre erste Trophäe unter dem spanischen Starcoach Aito Garcia Reneses. Alba kassierte die dritte Finalniederlage in Serie, im Vorjahr hatte es in Pokal und Meisterschaft gegen die Münchner nicht gereicht.

"Freak City" bebt

Die 6150 Zuschauer in der ausverkauften Arena, darunter 700 Berliner, sahen ein hart geführtes Duell. Bamberg wurde von der lautstarken Unterstützung getragen und dominierte, ALBA ließ den Rückstand aber nicht größer als acht Punkte werden. Berlin kam zwar immer besser ins Spiel, verkürzte und holte sich sogar kurzzeitig die Führung (35:34/19. Minute), ließ Bamberg aber bis zur Pause wieder davonziehen.

Die Gastgeber kamen gut aus der Kabine, Berlin lief weiter hinterher. Augustine Rubit sorgte für die erste zweistellige Führung der Bamberger (65:54/32.), Berlin kämpfte sich zurück und glich aus (78:78, 39.). Rokas Giedraitis brachte Berlin in der spannenden Schlussphase nach vorn (82:80). 2,4 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Nikolaos Zisis die Fans aus "Freak City" mit einem erfolgreichen Dreier aufatmen ließ.

Bamberg, das im Herbst erst Geschäftsführer Rolf Beyer gekündigt und danach von Insolvenzgefahr berichtet hatte, hat damit unter Beyers Nachfolger Arne Dierks schnell den ersten Erfolg gefeiert. Der neue Geschäftsführer ist seit dem 1. Januar im Amt.

Neues Pokalformat

Das Pokalformat war nach jahrelangen Protesten der kleineren Klubs geändert worden. Statt wie bislang nur sieben Teams waren diesmal 16 dabei, das seit 1993 ausgetragene Top-Four-Turnier wurde gestrichen. Bamberg war per Los als Finalort ermittelt worden, nachdem die Endspielteilnehmer feststanden.

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Nach dem Pokalfinale haben beide Mannschaften nur noch eine Zweifachbelastung und Zeit, etwas Luft zu holen. Im Europapokal geht es erst im März weiter, in der Liga am kommenden Wochenende. Alba (4.) und Bamberg (5.) sind klar auf Play-off-Kurs.

Das Spiel im Überblick

Brose Bamberg - Alba Berlin 83:82 (44:37)
Beste Werfer: Rice (20), Zisis (19), Harris (15) für Bamberg - Giedraitis (23), Thiemann (17), Nnoko (13), Siva (12) für Berlin
Zuschauer: 6150 Zuschauer (ausverkauft)