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Brose Bamberg feiert überraschend den Pokalsieg gegen ALBA Berlin und erinnert dabei an alte Zeiten. An die Konkurrenz gibt es eine Kampfansage.

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Beim Blick in die Gefühlswelt hatte Federico Perego so seine Probleme. 

"Ich muss das auf meiner Reise nach Italien erstmal realisieren", sagte der Trainer nach dem euphorisch gefeierten Pokalsieg mit Brose Bamberg und freute sich auf eine Auszeit in der Heimat. Erst vor gut vier Wochen hatte der ehemalige Assistent den Chefposten bei der früheren deutschen Nummer eins im Basketball übernommen, jetzt sorgte Perego für Erinnerungen an bessere Tage.

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Bamberg darf den so wichtigen Erfolg ausgiebig genießen. Bis Anfang März ist der sonst so eng gestrickte Kalender ausnahmsweise leer. Nach schwierigen Monaten mit großen Problemen auf und neben dem Feld kann der Klub zufrieden durchpusten, besonders Perego hat sich eine Pause verdient. "Wir haben ihm das Vertrauen geschenkt, er zahlt es voll zurück", sagte der neue Geschäftsführer Arne Dierks, sichtlich beeindruckt vom 83:82 (44:37) im Finale über Alba Berlin in eigener Halle.

Perego als Dauerlösung bei Bamberg?

Dierks, als Nachfolger des gekündigten Rolf Beyer auch erst seit dem 1. Januar im Amt, ließ die Zukunft des Trainers offen. Offiziell ist Perego, einst mit Erfolgscoach Andrea Trinchieri gekommen, noch eine Übergangslösung. "Ich möchte gar nichts zu seinem Vertrag sagen", so Dierks, die Entscheidungsfindung dürfte einfacher geworden sein. Perego hat gezeigt, was er in kürzester Zeit bewegen kann.

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"Wir haben es in einem Monat geschafft, auf Albas Level zu kommen. Das war das Ziel", sagte Perego. Bamberg trat auf wie in alten Tagen, als die Liga vor dem Seriensieger aus Freak City erzitterte. Doch zuletzt war der Klub aus der Spur geraten, seit dem Double 2017 hatte es keinen Titel gegeben, dazu kommt eine finanzielle Schieflage.

Bamberg nach Coup: "Tut extrem gut"

"Wir haben in diesem Jahr so viele Enttäuschungen, so viel Frust erlebt. Aber dieser sportliche Erfolg ist natürlich eine tolle Entschädigung", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Stoschek bei MagentaSport. Dierks verspürte auch etwas Genugtuung: "Wir sind ja doch ein bisschen klein geredet worden. Wir haben gezeigt, was wir können. Das tut extrem gut, keine Frage."

Dass Bamberg wieder feiern darf, ist Nikos Zisis zu verdanken. Einem, der die besseren Zeiten miterlebt hat. 2,4 Sekunden vor Schluss verwandelte der Grieche den entscheidenden Dreier. Eine Erlösung für den 35-Jährigen, den sie wegen seiner stolzen Titelsammlung "Herr der Ringe" nennen. "Wir hatten eine zähe Zeit mit Bamberg", sagte Zisis rückblickend.

Bamberg schickt Kampfansage: "Wir können oben angreifen"

Bleibt die Frage, was in der Bundesliga für den Tabellenfünften möglich ist. "Ich glaube schon, dass uns das einen Schub gibt, weil wir gesehen haben, wie gut wir Basketball spielen können, dass wir auch mit den Großen absolut mithalten können", sagte Dierks: "Wir können oben angreifen. Jetzt schauen wir mal, was noch geht."

Durch Losglück war es Bamberg vergönnt gewesen, im Endspiel zu Hause anzutreten. Ein großer Vorteil, das wollte Dierks nicht verhehlen. "Wie wir nach vorne gepeitscht wurden, es ist unglaublich", der Heimvorteil habe "eine ganze Menge" ausgemacht. Für die Profis gibt es laut Dierks trotz aller Nöte eine Prämie. "Sie können davon ausgehen, dass die Spieler den ein oder anderen Euro bekommen."