In der NBA konnte DeAndre Liggins bereits für Furore sorgen
In der NBA konnte DeAndre Liggins bereits für Furore sorgen © Imago
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München - DeAndre Liggins, ehemaliger Teamkollege von LeBron James, wechselt mit großen Ambitionen zu den London Lions. Er will den Klub international etablieren.

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Die britische Insel ist bekannt für Top-Niveau in allerlei Sportarten - allen voran die Premier League im Fußball, aber auch die nationale Rugby-Liga sind international hoch angesehen in der Sportwelt.

Womit die Briten aber in den letzten Jahren nicht glänzen konnten ist die heimische Basketball-Liga. Rund 20 Jahre ist es her, dass ein britisches Team in einem europäischen Wettbewerb ein Spiel gewinnen konnte.

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Eben diese Durststrecke möchte jetzt ein früherer NBA-Star beenden. Von den London Lions frisch verpflichtet, will DeAndre Liggins den britischen Basketball wieder auf die internationale Bühne heben.

Genug Erfahrung sollte er haben, der 32-Jährige spielte bereits mit LeBron James bei den Cleveland Cavaliers und konnte auch in den Anfängen seiner Karriere mit Kevin Durant bei den Oklahoma City Thunder Playoff-Erfahrungen sammeln.

Liggins spielte kurz bei den Eisbären Bremerhaven 

Und auch in der Bundesliga hat der Routinier bereits seine Spuren hinterlassen. In der Saison 2014/2015 bewahrte er die Eisbären Bremerhaven knapp vor einem Abstieg aus der BBL.

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Dass ein solcher Transfer seitens der London Lions auch immer mit hohen Erwartungen einhergeht, ist Liggins bewusst - er sieht sich dem Druck aber dennoch gewachsen.

"Ich habe auf dem höchsten Niveau gespielt in der NBA und auch neben einigen der besten Spieler, ich weiß, was es heißt, unter Druck zu stehen, das gehört alles zum Spiel dazu", sagte Liggins kürzlich dem Mirror.

Besitzer und Trainer Macaulay sprüht vor Optimismus

Und auch Vince Macaulay, Chef-Trainer und gleichzeitig Eigentümer der London Lions, verbindet den Transfer mit einer glorreichen Zukunft.

"Ich glaube, dass ist die größte Verpflichtung, die wir je gemacht haben hier bei den Lions", schwärmte der 59-Jährige in der Zeitung: "Das ist eine große Gelegenheit für den britischen Basketball. DeAndre ist ein harter Arbeiter. Wir wollten jemanden, der es mit dem besten europäischen Talenten aufnehmen kann – und ich glaube, wir haben ihn gefunden."

Vor allem in der Defensive soll der Routinier mit seiner Erfahrung für Stabilität sorgen - aber auch in der Offensive ist Liggins laut eigener Aussage vielseitig einsetzbar.

Nachdem die Londoner Franchise in den vergangenen Jahren kontinuierlich vordere Platzierungen in der heimischen Liga vorweisen konnte, wurde die Mannschaft nach der vergangenen Saison mit der Teilnahme an den Playoffs zur Champions League belohnt.

London Lions in den Playoffs gegen litauisches Team

Am 15. September geht es gegen das litauische Team Neptunas Klaipeda. Kurioserweise steht auch der letzte Sieg eines britischen Teams auf europäischer Ebene gegen eine litauische Mannschaft zu Buche. Ein gutes Omen?

Macaulay will jedenfalls keine Prognosen abgeben, ist aber zuversichtlich, dass sein Team Champions-League-Qualitäten hat: "Es wird nicht einfach, aber das Ziel ist die Gruppenphase und wir stellen ein Team zusammen, das diesem Niveau entspricht."

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Und dass Liggins nicht nur für den seichten Karriereausklang nach London gekommen ist, machte der Defensiv-Spezialist ebenfalls deutlich: "Ich habe immer die Herausforderung geliebt. Ich glaube, es ist einfach eine super Möglichkeit, den britischen Basketball wieder auf die Karte zu bringen."

Die europäische Konkurrenz wird etwas dagegen haben.