Basketball: Real Madrid kritisiert Schiedsrichter nach Clasico-Pleite
Basketball: Real Madrid kritisiert Schiedsrichter nach Clasico-Pleite © imago
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München - Real Madrid verliert das spanische Basketball-Pokalfinale durch eine umstrittene Referee-Entscheidung. Verlässt der Klub nun sogar die Liga?

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Die Basketballer von Real Madrid sind nach der dramatischen Pleite im Pokalfinale außer sich.

Gegen den Erzrivalen FC Barcelona mit Trainer-Legende Svetislav Pesic verloren die Königlichen in der Copa del Rey mit 93:94 nach Verlängerung und unterlagen den Katalanen damit bereits im zweiten Jahr in Folge im Pokalfinale.

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Doch der Sieg der Katalanen entstand nach einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung. Zwei Sekunden vor Ende der Partie brachte Barca-Center Ante Tomic den Ball per Korbleger ans Brett, wo Real-Profi Anthony Randolph den Ball blockte.

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"Diebstahl": Real-Profis wüten gegen Referees

Die Unparteiischen entschieden, nachdem sie sich die Szene im Video angeschaut hatten, auf Goaltending gegen Randolph und damit einen regulären Korb für Barcelona. Der Real-Profi hatte nach Ansicht der Referees die Flugkurve des Balles im Fallen verändert. Allerdings hätte Tomic' Wurf kaum den Korb passiert und war zuvor bereits am Ring - somit wäre Randolphs Aktion ein Rebound gewesen.

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"Das war verdammter Diebstahl", polterte Madrid-Kapitän Felipe Reyes nach der Partie. Rudy Fernandez sprach von einem "Skandal". NBA-Profi Juancho Hernangomez schrieb auf Twitter vielsagend: "Es ist sehr schwer, ein Schiedsrichter zu sein, aber es ist auch schwer, das zu vermasseln."

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Der Verein reagierte am Montagabend mit einem alles andere als diplomatischen Statement auf die Geschehnisse. "Nach den Mitteilungen von ACB und AEBA zu den Geschehnissen im Finale der Copa del Rey möchte Real Madrid klarstellen, dass die Erklärungen und Bewertungen, die in beiden Mitteilungen abgegeben wurden, bedauerlich sind, wenn man bedenkt, wie schwerwiegend die Ereignisse waren."

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Verlässt Real die spanische Liga?

Der Klub verstehe die menschlichen Fehler, fordere aber "eine klare Antwort auf den Spielzug, der vom Schiedsrichter-Trio nochmal angesehen wurde, aber trotz klaren Sachverhalts falsch entschieden wurde, trotz der Klarheit der Fernsehbilder, die den Schiedsrichtern zur Verfügung stehen und die jeder sehen konnte."

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Anschließend erklärte der Klub, dass sie es nicht verstehen können, warum die Referees "nicht alle Bilder, die ihnen zur Verfügung standen, betrachten wollten." Real kündigte an aufgrund der unbefriedigenden Antwort des Verbandes weitere Maßnahmen und Aktionen "zu prüfen."

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Laut einem Bericht von Radio Cope sollen die Königlichen sogar bereits über einen Ausstieg aus der spanischen Liga ACB nachdenken. Sie fordern eine offizielle Mitteilung der ACB, in der der Fehler eingeräumt wird. Anderseits würde Real einen Ausstieg in Betracht ziehen.

Aber bei allem Frust von Madrid: Zuvor hatten die Unparteiischen, beim Stande von 92:90 aus Barcelonas Sicht, auch ein mutmaßliches Foulspiel an Barcas Chris Singleton nicht geahndet, der beim Korbleger von Randolph gefoult wurde.