X Over Ride 2018: Traumhafte Bedingungen am Contesttag
X Over Ride 2018: Traumhafte Bedingungen am Contesttag
Jörg Angeli -

Nachbericht mit Fotos und dem kompletten Ergebnis vom X Over Ride 2018 am Kitzsteinhorn.

Das Who-is-Who der Freeride-Szene aus 15 Nationen erwartete beim X Over Ride am Kitzsteinhorn einmal mehr Bilderbuch-Bedingungen. Mit der Sonne um die Wette strahlte dabei auch ein Österreicher: Bei den Ski Herren fand Sebastian Hiersche im Face der Lakarschneid die ideale Line und holte sich den Sieg. Daneben krönten die Bulgarin Elena Mitrengova (Ski Women) den perfekten Freeride-Tag mit einem Triumph.

Perfekte Bedingungen am Kitzsteinhorn

Mr. Backflip Konstantin Ottner landete beim X Over Ride 2018 am Ende auf dem dritten Platz - Foto: X Over / Artisual Mr. Backflip Konstantin Ottner landete beim X Over Ride 2018 am Ende auf dem dritten Platz - Foto: X Over / Artisual

Was für ein Jubiläum: Wenn das Kitzsteinhorn mit seinem legendären X Over Ride ruft, scheinen blauer Himmel und beste Bedingungen vorprogrammiert. Die 70 Rider erwartete bei tiefwinterlichen Verhältnissen am Face Lakarschneid ein Freeride-Contest wie aus dem Bilderbuch.

Die idealen Bedingungen ließ die internationale Elite natürlich nicht ungenützt - pünktlich zur 15. Auflage des prestigeträchtigen Contests zeigten die Rider die vielleicht hochkarätigsten und vielfältigsten Lines, die der Contest in Zell am See-Kaprun bisher erlebt hat: „Die Performances waren mega und die Leistungsdichte bei den Fahrern wird immer stärker. Ich weiß nicht, welche Lines World Tour-Fahrer in diesen Hang gezogen hätten, recht viel besser als heute kann das Ganze aber nicht aussehen,“ so "Head of Security", Markus Kogler.

Sebastian Hiersche fährt mit „Hiersche-Gap“ zum Triumph

Alle Gewinner des X Over Ride 2018: Sebastian Hiersche (Ski Men), Mikaela Hollsten (Snowboard Women), Elena Mitrengova (Ski Women), Sam Good (Snowboard Men) (v.l.n.r.) - Foto: X Over / Klaus Listl Alle Gewinner des X Over Ride 2018: Sebastian Hiersche (Ski Men), Mikaela Hollsten (Snowboard Women), Elena Mitrengova (Ski Women), Sam Good (Snowboard Men) (v.l.n.r.) - Foto: X Over / Klaus Listl

Wie perfekt sich das Face der Lakarschneid präsentierte, unterstich vor allem die Sieges-Fahrt des Österreichers Sebastian Hiersche, der das Feld mit der späten Startnummer 58 von hinten aufrollte. Der Steirer, der für seine Freestyle-lastigen Fahrten bekannt ist, krönte seinen starken Winter mit dem zweiten Saison-Sieg. Dies, dank zweier perfekt ausgeführter 360s sowie zweier großer Sprünge, unter anderem einem massiven Drop zum Abschluss des Faces.

„Es war mein erstes Antreten hier am Kitzsteinhorn und ich habe mich sehr darauf gefreut. Dass es jetzt gleich mit dem Sieg geklappt hat, macht mich super happy. Im oberen Teil des Faces war es mit meiner hohen Startnummer zwar schon schwierig zu fahren, unten, dort wo ich meinen Hauptsprung geplant hatte, war es aber perfekt,“ so Hiersche happy.

Das Niveau bei den Ski Herren präsentierte sich extrem hoch. Vor allem die Entscheidung bei den fünf bestplatzierten Ski Herren gestaltete sich für die Judges aufgrund des unglaublichen Levels schwierig und dementsprechend knapp. Die Top-Drei-Herren zeigten alle eine potenzielle Siegesfahrt.

Bessere Bedingungen kann man sich für einen Freeride-Contest kaum wünschen. Im Bild: Die Bulgarin Elena Mitrengova, die sich den Sieg bei den Ski Damen sicherte - Foto: X Over / Artisual Bessere Bedingungen kann man sich für einen Freeride-Contest kaum wünschen. Im Bild: Die Bulgarin Elena Mitrengova, die sich den Sieg bei den Ski Damen sicherte - Foto: X Over / Artisual

Rang zwei ging an Michael „Sender“ Strauß, der ein schwieriges Double förmlich überflog und auch sonst einen soliden Run in den Schnee zauberte: „Seit vier Jahren nehme ich mir schon vor, das Double so zu springen. Und jetzt ist es aufgegangen. Ich bin super stoked.“ Auch Vorjahressieger Konstantin Ottner wurde seinem Ruf als „Mister Backflip“ gerecht. Für den Deutschen, für den es auch noch um den Einzug in die Freeride World Tour 2019 geht, reichte es trotz massivem Backflips im oberen Bereich der Lakarschneid „nur“ für Rang drei.

Elena Mitrengova stoppt rot-weiß-roten Sieges-Zug, Salzburgerin am Podest

Bei den Ski Damen setzte sich die Bulgarin Elena Mitrengova mit ihrem ersten Contestsieg durch und verwies Birgit Ertl und Claudia Klobasa auf die Plätze.

Die Saisonsiegerin von Gastein und derzeit Führende der Austrian Freeride Series, die Zauchenseerin Ertl, konnte mit Rang zwei aber wichtige Punkte im Österreich-Ranking gutmachen: „Ich bin natürlich super happy mit dem zweiten Platz. Oben bin ich so gefahren, wie ich fahren wollte und voll zufrieden. Unten habe ich dann vielleicht etwas zu viel herumgesucht. Alles in allem war es wieder ein geiler Tag, wie jedes Jahr am Kitzsteinhorn“, so Ertl.

Auf Platz drei landete zum wiederholten Male in dieser Saison die Wienerin Klobasa. Sie würzte eine flüssige und kontrollierte Fahrt mit einem großen Drop im unteren Bereich. Rang vier ging an die Saalbacherin Sabine Schipflinger.

X Over Ride machte legendärem Ruf alle Ehre 

Sebastian Hiersche sicherte sich am Kitzsteinhorn seinen zweiten Saison-Sieg - Foto: X Over / Artisual Sebastian Hiersche sicherte sich am Kitzsteinhorn seinen zweiten Saison-Sieg - Foto: X Over / Artisual

Nicht nur den Ridern, auch dem Team rund um den X Over Ride zauberten die 15. Auflage des Contests am Kitzsteinhorn ein Lächeln ins Gesicht: „Es war heute wieder ein Traum-Tag. Seit 2004 hat der Contest eine sensationelle Entwicklung durchgemacht. Das schöne Wetter haben wir quasi gepachtet.

Das Schönste aber ist, wenn die große Freeride-Family zum Saisonende am Kitzsteinhorn noch einmal zusammenkommt und eine so geniale Show zeigt wie in diesem Jahr. Da waren heute ein paar ganz spezielle Features dabei, neue Lines und Elemente, die wir so noch nie gesehen haben,“ zeigte sich auch Organisator Chris Geissler von der Performance der Rider beeindruckt.

X Over Ride 2018 - Ergebnisse

Männer

X Over Ride 2018: Das Ergebnis der Männer X Over Ride 2018: Das Ergebnis der Männer

Frauen

X Over Ride 2018: Das Ergebnis der Frauen X Over Ride 2018: Das Ergebnis der Frauen

Auf den folgenden Seiten findet ihr die bereits veröffentlichten Vorberichte zum X Over Ride 2018 am Kitzsteinhorn.

Preview: X Over Ride 2018

Vorbericht zum X Over Ride 2018 Freeride-Contest Ende März am Kitzsteinhorn (Kaprun / Zell am See).

X Over Ride 2018 für morgen, Samstag, bestätigt!

Update vom 23. März

Besser könnten die Bedingungen am Kitzsteinhorn für die 15. Auflage des X OVER RIDES am morgigen Samstag gar nicht sein. Die 70 Rider aus 15 Nationen erwartet in Zell am See-Kaprun ein wahrer „Bluebird Powder Day“ mit rund 20 Zentimetern Neuschnee, die kürzlich am „Kitz“ dazukommen sind.

Für den morgigen Contest soll sich in Zell am See-Kaprun dann auch die Sonne wieder blicken lassen, weshalb einem spektakulären Bewerb in der 3*-Kategorie der Freeride World Qualifier-Tour, bei dem es für die Fahrer um 1100 Sieg-Punkte geht, nichts mehr im Wege stehen sollte.

Public Area-Bereich am Langwiedboden

Der Start vom Face der Lakarschneid erfolgt um 8.30 Uhr. Zuschauer können das Spektakel vom Public Area-Bereich am Langwiedboden (Bergstation Gletscher Jet 1) aus bestens mitverfolgen. Am Start stehen nicht weniger als elf Saison-Sieger, darunter auch starke Teilnehmer aus Salzburg, wie die Siegerin der vergangenen beiden Jahre, Stefanie Noppinger. Abends gehts dann zur legendären Afterparty in die Kapruner Bar "Backflip".

Einen ausführlichen Vorbereicht sowie weitere Infos findet ihr auf den weiteren Seiten dieses Artikels sowie unter x-over.at.

X Over Ride 2018: Große Namen am Kitzsteinhorn am Start

Update vom 19. März

Nur mehr wenige Tage, bis der X Over Ride in Zell am See-Kaprun das nächste Kapitel schreibt. Vom 23. bis 25. März messen sich nationale und internationale Top-Rider aus 15 Nationen beim 3*Freeride World Qualifier (FWQ) am Face „Lakarschneid“. Neben sehenswerten Lines im Backcountry des Kitzsteinhorns ist der legendäre Contest aber auch in Sachen Rahmenprogramm ein echtes Highlight der Szene.

Freeride World Qualifier der 3-Sterne-Kategorie

Die Freeride-Contest-Saison auf österreichischem Boden nimmt zum Ende hin noch einmal gehörig Fahrt auf. Am 24. März ist der X Over Ride 2018, ein Freeride World Qualifier der 3-Sterne-Kategorie, Tummelplatz der heimischen Elite, aber auch internationaler Top-Rider und World Tour-Fahrer. 64 Athleten aus 15 Nationen messen sich am Kitzsteinhorn um den Sieg im wohl legendärsten Contest des Landes.

Nach dem Drop In auf 2.650 Metern geht es für sie am Face Lakarschneid um 1100 Sieg-Punkte für das FWQ-Overall-Ranking und damit um wichtige Zähler im Rennen um einen Startplatz in der Freeride World Tour 2018/19. Dementsprechend hochkarätig besetzt präsentiert sich das Starterfeld: Nicht weniger als elf Sieger der laufenden Freeridesaison messen sich unter anderem mit jenen Riderinnen und Ridern, die wissen, wie es sich anfühlt, am Kitzsteinhorn vom obersten Treppchen zu lachen.

Stefanie Noppinger auf der Jagd nach dem Triple

Allen voran die Salzburgerin Stefanie Noppinger, die den Contest zwei Jahre in Folge dominierte und am 24. März zum Triple-Sieg am Kitz ansetzen möchte. Bei den Ski Damen erhält sie Konkurrenz von der derzeit Führenden der Österreich-Serie, Birgit Ertl. Die Zauchenseerin steht ebenso stark am Ski wie die Deutsche Verena Fendl, die im europäischen Gesamtranking der Freeride World Qualifier-Tour derzeit auf Rang vier liegt und damit die 1100 gewichtigen Qualifier-Punkte am Kitzsteinhorn auf dem Weg in die Königsklasse nur allzu gerne mitnehmen würde. Mit Sabine Schipflinger winkt noch von einer weiteren Salzburgerin starke Konkurrenz. Auch die Voralbergerin Laura Überbacher präsentiert sich in dieser Saison in perfekter Form und konnte bei ihrem Heimrennen im Montafon ebenfalls bereits ganz oben stehen.

Ähnlich dicht besetzt sieht es im Feld der Ski Herren aus. Vorjahressieger und Mr. „Backflip“ Konstantin Ottner (GER) bekommt hier Konkurrenz vom derzeit bestplatzierten Österreicher im Qualifier-Ranking Tao Kreibich sowie von den Saisonsiegern Markus Breitfuß, Philipp Koller und dem Leader der Österreich- Serie, Sebastian Hiersche.

Legendärer Contest mit legendärem Spirit

Mit sehenswerten Lines und spektakulären Drops und Turns wollen die Rider aber nicht nur bei der Jury, sondern auch bei der Fangemeinde Eindruck hinterlassen. Schließlich hat sich der Contest seit seiner Premiere 2004 zur Heimat echten Freeride-Spirits entwickelt und hält eine satte Portion Prestige bereit.

Für das Publikum ist das Event-Village am Langwiedboden am Contest-Tag beste Adresse um mit perfektem Blick auf die Runs der Rider mitzufiebern, zu feiern und zu chillen. Erreichbar ist die Public Area mit dem Gletscherjet 1, auch ohne Ski oder Snowboard.

Nach dem Powder-Spektakel beim X Over Ride gibt auch heuer wieder die After Contest Party in der Bar „Backflip“ in Kaprun Gelegenheit, den Freeride-Sport gebührend zu zelebrieren. Start des Partytreibens ist um 22 Uhr.

Noch mehr Infos findet ihr auf der nächsten Seite.

Preview: X Over Ride 2018 am Kitzsteinhorn

Zum Ende der Freeride-Saison ist Zell am See-Kaprun wieder Schauplatz des X Over Rider. Vom 23. bis 25. März verwandelt der 3*Freeride World Qualifier (FWQ) das Backcountry am Kitzsteinhorn in einen Tummelplatz von Top-Ridern. Im Auge haben diese dabei nicht nur das Face Lakarschneid, sondern auch satte Zähler für das FWQ-Ranking.

70 Rider aus über zehn Nationen zum X Over Ride am Kitzsteinhorn

Bereits seit 2004 findet der X Over Rider statt und lockt mittlerweile bis zu 70 Fahrer aus 10 Nationen an das Kitzsteinhorn - Foto: TRettenwander Bereits seit 2004 findet der X Over Rider statt und lockt mittlerweile bis zu 70 Fahrer aus 10 Nationen an das Kitzsteinhorn - Foto: TRettenwander

2004 zum ersten Mal ausgetragen, hat der X Over Ride in Zell am See-Kaprun mittlerweile Kultstatus erreicht. Als fixer Bestandteil der Freeride World Qualifier Tour lockt der Contest alljährlich 70 Rider aus über zehn Nationen ins Backcountry am Kitzsteinhorn – nationale Freeride-Größen genauso wie World Tour-Fahrer.

Auch in diesem Jahr wollen diese vom 23. bis 25. März ordentlich Gas geben und spektakuläre Runs präsentieren, schließlich hält der X Over Rider, als 3*Freeride World Qualifier, 1100 Sieg-Punkte für das FWQ-Ranking bereit.

Die Ferngläser sind dabei auf das Face „Lakarschneid“ gerichtet, das mit anspruchsvollen Schlüsselstellen wartet. Wer am Ende des Contest-Tages sein FWQ-Punktekonto aufstocken darf, das entscheiden die Judges. Diese heißt es in Sachen Kreativität, Style und Technik zu überzeugen.

Geplanter Start des X Over Ride ist am 24. März um 8.30.

Den Freeride-Sport gebührend zelebrieren

Neben einer spektakulären Show im Schnee zählt beim X OVER RIDE am Kitzsteinhorn aber auch der gelebte Freeride-Spirit abseits des Wettkampfes. Bester Schauplatz für diese Kombination ist die Public Area am Langwiedboden. Hier hat das Publikum idealen Blick auf die Runs der Rider, die sie vom Start auf 2.652 Metern mit Drops, Turns und Co. Richtung Zielareal Langwied, Häuslalm auf 1.970 Metern führen.

Im dortigen Event-Village kann vor, während und nach dem Contest gefeiert, gechillt und mitgefiebert werden. Erreichbar ist die Public Area mit dem Gletscherjet 1, auch ohne Ski oder Snowboard.

Gelegenheit, den Freeride-Tag gebührend ausklingen zu lassen, bietet auch heuer wieder die After Contest Party in der Baumbar in Kaprun ab 22 Uhr.



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