SportAccord Convention 2017 - Day Three
Thomas Bach lobt die World Games © Getty Images

Thomas Bach macht klar, wofür die World Games in Breslau stehen. Der Präsident des IOC freut sich, dass nichtolympische Sportarten eine große Bühne haben.

IOC-Präsident Thomas Bach hat vor Beginn der zehnten World Games in Breslau die Entwicklung des Sportfestivals der nichtolympischen Sportarten gelobt.

"Diese Spiele feiern die Vielfalt des Sports. Es sind Sportarten, die in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Die Vielfalt des Sports wird unterschätzt", sagte Bach.

Die World Games 2017 sind mit mehr als 3200 Teilnehmern aus 111 Nationen die größte Sportveranstaltung, die jemals in Polen organisiert worden ist.

Einige ursprüngliche World-Games-Sportarten wie Beachvolleyball haben erfolgreich den Wechsel ins Programm der Olympischen Spiele geschafft. Kletterer und Karatekas kämpfen in Breslau zum letzten Mal um World Games-Medaillen, 2020 feiern sie in Tokio ihre olympische Premiere. 

Die Gastgeber künftiger Olympischer Spiele haben die Möglichkeit, neue Sportarten ihren Programmen hinzuzufügen. "Das entscheide nicht ich", sagte Bach. "Die Vorschläge werden von den künftigen Organisatoren unterbreitet. Für 2024 ist das noch zu früh. Wir wissen noch nicht, wer 2024 die Spiele ausrichtet", fügte er hinzu.

In Breslau hat das IOC bei allen Disziplinen Beobachter vor Ort. "Bevor eine Sportart ins Olympische Programm aufgenommen wird, werden die logistischen, organisatorischen und das Image betreffenden Aspekte analysiert. Wir wollen eine Quote von 50 Prozent Frauen und Männer erreichen. In Tokio werden wir einen Frauenanteil von 49 Prozent haben", sagte Bach.

Das polnische IOC-Mitglied Irina Szewinska-Kirszenstein schloss nicht aus, dass ein Erfolg der World Games zu einer neuen Olympiabewerbung Polens führen könnte. Die Kandidatur Krakaus für Winterspiele 2022 war von einem Referendum verhindert worden.

Das Budget für die Weltspiele in Breslau beträgt 20 Millionen Euro für Sportanlagen und 50 Millionen Euro für Investitionen in die übrige Infrastruktur. 

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