Kamil Stoch konnte den Aufsprunghügel nach dem Sturz ohne fremde Hilfe verlassen © dpa Picture Alliance

Der Tournee-Führende Kamil Stoch droht nach einem Sturz im Probedurchgang für das Springen in Innsbruck auszufallen. Simon Ammann und Adam Malysz finden deutliche Worte.

Der Tournee-Führende und Top-Favorit auf den Gesamtsieg Kamil Stoch aus Polen ist im Probedurchgang direkt vor dem dritten Springen in Innsbruck gestürzt.

Stoch verlor bei der Telemark-Landung im großen Weitenbereich die Balance und fiel krachend auf die Schulter. Sein Start beim dritten von vier Springen der Tournee ist laut polnischen Teambetreuern akut gefährdet.

Malysz kritisiert Zustand des Hanges

Polens Ex-Tourneesieger Adam Malysz fand daraufhin in der ARD kritische Worte für die Präparation des Hanges: "Kamil ist auf einer Unebenheit gelandet", so Malysz. "Aber mit seinem Kopf müsste alles in Ordnung sein."

Bereits im Vorjahr war Severin Freund in Innsbruck gestürzt, an den Folgen leidet er noch heute. Damals kritisierte Bundestrainer Werner Schuster ebenfalls die Präparation des Hanges.

Zuvor hatten bereits der österreichische Tournee-Sechste Michael Hayböck und Freund krankheitsbedingt passen müssen. Auch der Zweite der Gesamtwertung, der Österreicher Stefan Kraft, geht gesundheitlich angeschlagen ins Rennen.

Amman schimpft über die Jury

Die Windbedingungen erschweren die Bedingungen zudem und führen zu langen Wartezeiten für die Springer.

"Das ist ein Witz so zu springen. Man wartet ewig, die Beine werden kalt. Das habe ich noch nie so erlebt. Es ist unmöglich so zu springen", sagte Simon Ammann der ARD.

Der Schweizer hatte wegen der Bedingungen sogar überlegt, auf einen Start zu verzichten: "Ich war nahe dran. Ich bin nicht mehr 22 und habe Familie. Man sieht ja, wie spektakulär das ist. Schade, das man das so durchdrückt."

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