ISU World Cup Speed Skating - Heerenveen Day 2
Kein Weltcup-Finale in Tschjeljabinsk, kein Heimspiel für die russischen Eisschnellläufer © Getty Images

Die Internationale Eislauf-Union (ISU) hat Konsequenz aus dem zweiten Teil des McLaren-Reports zum staatlich geförderten Doping in Russland gezogen und dem russischen Eisschnelllauf-Verband das Weltcup-Finale in Tschjeljabinsk (10. bis 12. März) entzogen. Das gab die ISU am Donnerstag bekannt.

 "Der ISU-Rat kam zu dem Schluss, dass es in dieser schwierigen Zeit und angesichts der außergewöhnlichen Umstände ratsam ist, ein solches ISU-Ereignis in Russland zu diesem Zeitpunkt nicht zu organisieren", hieß es in einer Mitteilung.

 Mitte Dezember hatte ISU-Präsident Jan Dijkema am Rande des Weltcups in Heerenveen noch ausgeschlossen, Russland das Weltcup-Finale zu entziehen. "Wir werden Russland keine neuen Wettkämpfe zuweisen, so wie es das IOC empfohlen hat. Das Weltcup-Finale der Eisschnellläufer in Tschjeljabinsk im kommenden März stand schon seit langer Zeit fest. Eine Absage hätte juristische und finanzielle Konsequenzen", hatte Dijkema erklärt.

 Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte den Weltverbänden erst im Juni empfohlen, nach den Enthüllungen des ersten McLaren-Reports keine Großveranstaltungen mehr nach Russland zu vergeben.

 Erst vergangene Woche hatte der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF Sotschi die WM 2017 entzogen. Nach den schwerwiegenden Dopinganschuldigungen werden auch der geplante Biathlon-Weltcup (9. bis 12. März 2017) in der westsibirischen Stadt Tjumen und die Junioren-WM in Ostrow im Februar nicht stattfinden. Nach Angaben des Biathlon-Weltverbandes IBU hat der russische Verband RBU die Ereignisse zurückgegeben.

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