BIATHLON-WORLD-WOMEN
Laura Dahlmeier verpasste in der Verfolgung in Ruhpolding das Podest © Getty Images

Laura Dahlmeier wird in der Verfolgung in Ruhpolding eine durchwachsene Schießleistung zum Verhängnis. Vier Fehler kosten die 23-Jährige einen Podestplatz.

Laura Dahlmeier rang im Ziel völlig erschöpft nach Luft, in ihrem Gesicht war die Müdigkeit deutlich zu erkennen.

Die Heimrennen in Ruhpolding hatten der Biathlon-Überfliegerin alles abverlangt. Nach den Plätzen drei im Sprint und vier in Verfolgung verpasste es die 23-Jährige zwar, die Führung im Gesamtweltcup zurückzuerobern und fiel auf Rang drei zurück. Trotzdem zog die Bayerin ein positives Fazit.

Ungewohnte Schwächen am Schießstand

"Es gibt immer Sachen, die noch besser sein können, ich bin aber schon sehr zufrieden. Der Sprint war gut, das Schießen in der Verfolgung aber leider nicht ganz so. Alles in allem war es eine schöne Woche", sagte Dahlmeier. Ungewohnte vier Schießfehler verhinderten am Sonntag den achten Podestplatz des Winters.

Dahlmeier versuchte es trotzdem positiv zu sehen. "Läuferisch habe ich mich sehr gut gefühlt. Es ist ein bisschen schade, dass ich am Schießstand mehr vergeben habe. Es wäre schon noch etwas möglich gewesen", sagte die Garmisch-Partenkirchnerin: "Ein vierter Platz ist aber weiterhin gut."

Dahlmeier geht die Kraft aus

Allerdings musste sie feststellen: "Ich bin jetzt vor allem total K.o., denn ich habe mich total verausgabt. Zum Schluss habe ich noch mal versucht, alles herauszuholen", sagte Dahlmeier. Mit dem erhofften vierten Saisonsieg wurde es unweit ihrer Heimat in den Chiemgauer Alpen nichts.

Im Ziel hatte sie nach 10 km stattliche 1:32,7 Minuten Rückstand auf überragende Siegerin Kaisa Mäkäräinen (Finnland/1), die sich wie im Sprint vor Gabriela Koukalova (Tschechien/2) durchsetzte. Am Donnerstag hatte Dahlmeier die deutsche Staffel noch souverän zum zweiten Saisonerfolg geführt. Am Ende des fünften Weltcup-Wochenendes wirkte sie jedoch entkräftet.

Im Gesamtweltcup fiel Dahlmeier (555 Punkte) nach dem 13. von 26 Wettkämpfen auf Rang drei zurück. Nach ihrem Doppelsieg ist Mäkäräinen (568) nun ärgste Verfolgerin der weiterhin führenden Vorjahressiegerin Koukalova (587 Punkte).

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