Felix Loch kritisiert die Förderung "am Computer"
Felix Loch sucht vor der WM noch nach seiner Form © Getty Images

Rodel-Olympiasieger Felix Loch sucht auch zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Igls vergeblich nach seiner Topform.

Der 27-Jährige belegte bei der Generalprobe im lettischen Sigulda nur den vierten Platz und droht erstmals seit sechs Jahren den Sieg im Gesamtweltcup zu verpassen. Die deutschen Frauen stimmten sich dagegen mit einem Doppelsieg auf die WM in Österreich (27. bis 29. Januar) ein, auch die Doppelsitzer rodelten zum nächsten Triumph.

Den Sieg bei den Männern sicherte sich Europameister Semen Pawlitschenko vor seinem russischen Landsmann Roman Repilow. Der Österreicher Wolfgang Kindl wurde Dritter.

"Es kann nicht jedes Jahr so laufen, wie in den vergangenen fünf", sagte Loch in der ARD: "Der vierte Platz ist anscheinend für mich gebucht. Ich hoffe, das gilt nur für den Weltcup." Auch im anschließenden Sprint reichte es nur zu Rang vier, fünf Mal in diesem Winter verpasste Loch das Podest damit um eine Position. Der Weltmeister hat weiterhin erst einen Sieg vorzuweisen und geht schwer angeschlagen in die WM.

Im Rennen um den Weltcup-Gesamtsieg liegt Loch (555 Punkte) nur noch auf dem vierten Platz. Repilow (647) führt vor Pawlitschenko (600) und Kindl (576). "Wichtig ist, dass er wieder an Selbstvertrauen gewinnt", sagte sein Vater, Bundestrainer Norbert Loch, und erkannte auf der schwierigen Bahn im Baltikum immerhin einen Aufwärtstrend: "Es sieht wieder mehr nach Rodeln aus, was er macht."

In der Tat war Loch noch der mit Abstand beste Deutsche in Sigulda, alle Teamkollegen verpassten die Top 10. Die Frauen müssen sich indes kaum um ihre WM-Form sorgen. In Sigulda feierte Olympiasiegerin Natalie Geisenberger den Sieg vor ihrer zweitplatzierten Dauerrivalin Tatjana Hüfner. Im Sprint belegte Geisenberger zudem den guten zweiten Platz hinter der Russin Tatjana Iwanowa.

Die Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken arbeiteten mit ihren Saisonsiegen sechs und sieben derweil weiter an der Wachablösung. Die Olympiasieger und Weltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt holten nur den völlig enttäuschenden zehnten Rang und zudem Platz drei im Sprint.

In der Teamstaffel musste sich die deutsche Auswahl nur den Russen knapp geschlagen geben und schloss auf Rang zwei ab.

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