Tom Kühnhackl feierte mit Vater Erich den Stanley-Cup-Sieg
Tom Kühnhackl feiert zusammen mit seinem Vater Erich Kühnhackl den Gewinn des Stanley Cups 2016 © Getty Images

Die Pittsburgh Penguins können den Stanley Cup verteidigen. Tom Kühnhackl kämpft noch darum, in der Endspielserie gegen die Nashville Predators spielen zu können.

Das Positive aus deutscher Sicht vorweg: Tom Kühnhackl trainiert wieder, er soll dicht vor der Rückkehr ins Team stehen, heißt es in nordamerikanischen Medien.

Es besteht also zumindest die Chance, dass der Eishockey-Nationalspieler aktiv eingreift, wenn die Pittsburgh Penguins in der Stanley-Cup-Finalserie ab Montagabend (Ortszeit) gegen die Nashville Predators ihren NHL-Titel erfolgreich verteidigen wollen. (Dienstag ab 2 Uhr LIVE im TV bei SPORT1 US)

Daheim im niederbayerischen Landshut wird sich Erich Kühnhackl (66) wohl die Nächte um die Ohren schlagen, um zu verfolgen, ob sich sein Sohn ein weiteres Mal auf einer der begehrtesten Trophäen im Profisport verewigen kann.

"Das wäre wahnsinnig", sagte Deutschlands Eishockeyspieler des Jahrhunderts über diese Aussicht.

Penguins können Titel verteidigen

Ob Kühnhackl wie im Vorjahr selbst rüberfliegt, will er "spontan entscheiden". Letztes Jahr hat der Senior Glück gebracht, war beim entscheidenden Spiel in San Jose vor Ort. Das Bild mit beiden Kühnhackls und dem Stanley Cup ging um die Welt.

Nun stehen die Penguins kurz davor, als erstes Team seit den Detroit Red Wings (1997/98) den Triumph im Folgejahr zu wiederholen.

Für Außenstürmer Kühnhackl war es bisher keine leichte Saison, nicht mit dem kometenhaften Aufstieg des Vorjahres zu vergleichen. Der 25-Jährige hatte im Dezember mit Leistenproblemen zu kämpfen, musste immer wieder mal mit einem Platz auf der Tribüne vorliebnehmen.

Phasenweise auch in den Playoffs, sein letzter Einsatz datiert vom 8. Mai in der Zweitrunden-Serie gegen die Washington Capitals.

Verletzung im "Unterkörper"

Auch auf dem Teamfoto nach dem Finaleinzug im entscheidenden Halbfinalspiel sieben gegen die Ottawa Senators (3:2) stand Kühnhackl im Anzug nur im Hintergrund. 68 Saison-Einsätze stehen für ihn in Vor- und Endrunde bislang zu Buche, vor allem als Defensivspezialist in der vierten Sturmreihe. Fünf Tore hat Kühnhackl erzielt, an 13 weiteren war er beteiligt. 

Zurzeit ist er wegen einer Verletzung am Unterkörper nicht einsatzfähig, wie die Penguins angeben. Näheres ist kaum zu erfahren.

"Er hat etwas mit den Mandeln, hat Gewicht verloren, aber es geht ihm wieder besser", sagte Vater Kühnhackl, der zuletzt am vergangenen Donnerstag via Skype Kontakt hatte. Unterkörper? Naja. Dass Eishockey-Klubs um Verletzungen in den Playoffs ein großes Geheimnis machen, ist nicht neu.

Letzte Saison war einmalig

Es ist gekommen, wie Tom Kühnhackl es vor der Saison erwartet hatte. "Letztes Jahr war natürlich einmalig, was alles passiert ist. Das zweite Jahr ist immer etwas schwieriger", sagte er. Im Starensemble um die Superstars Sidney Crosby und Jewgeni Malkin ist es eben eine besondere Herausforderung, einen Platz zu ergattern. 

Sein Vater misst den Schwierigkeiten aber nicht so viel Bedeutung bei. "Tom ist das gewohnt, er ist ein Kämpfer, es ist eben einfach hart da drüben", sagte er. Der Konkurrenzkampf "spornt mich noch mehr an", meinte Kühnhackl junior selbst vor einer Weile. Erst recht, wenn er den Cup am Ende wieder in Händen hält. 

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