Die Dallas Cowboys und Besitzer Jerry Jones stehen hinter Ezekiel Elliott
Die Dallas Cowboys und Besitzer Jerry Jones stehen hinter Ezekiel Elliott © Getty Images

Star-Running-Back Ezekiell Elliott legt Einspruch gegen die lange Sperre der NFL ein. Die Umstände der harten Sanktionen gegen den 22-Jährigen verwundern.

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Jungstar Ezekiel Elliot von den Dallas Cowboys setzt sich gegen die von der NFL verhängte Prügel-Strafe zur Wehr.

Der Running Back, der wegen des Verdachts der häuslichen Gewalt von der Liga für satte sechs Spiele gesperrt wurde, will Berufung gegen die Sanktion einlegen.

"Die Erkenntnisse der NFL sind voll von sachlichen Ungenauigkeiten und falschen Schlussfolgerungen. Sie pickt sich sogenannte Beweise heraus, um ihre Schlussfolgerungen zu stützen und ignoriert dabei andere Fakten", teilten Elliotts Vertreter mit.

Via Twitter äußerte der 22-Jährige sein Unverständnis über die Sperre.

"Ich bin sowohl überrascht als auch enttäuscht von der Entscheidung der NFL, und ich widerspreche den Feststellungen der Liga entschieden", schrieb der Dallas-Star und entschuldigte sich bei Familie, Freunde, Teamkollegen und den Cowboys für die Ablenkung und Störung.

"Ich gebe zu, dass ich alles andere als perfekt bin, aber ich werde weiterhin hart arbeiten, auf und neben dem Feld, um zu reifen und mir die großartige Möglichkeit, die mir gegeben wurde, zu verdienen", beteuerte Elliott.

Polizei stellt Ermittlungen ein - aber NFL greift durch

Elliotts Sperre ist ein Mega-Rückschlag für die Cowboys zu Beginn der neuen NFL-Saison.

Dass die Liga ihn sperrt, weil er gegen die Verhaltensrichtlinien verstoßen habe, sorgt zumindest zu einem gewissen Grad für Verwunderung.

Denn die Staatsanwaltschaft hatte im letzten September erklärt, sie werde keine Anklage erheben, weil es "widersprüchliche und unstimmige Informationen" zum Sachverhalt gebe.

Ellliott soll Freundin geschlagen haben

Im Juli 2016 hatte seine vermeintliche Freundin die Polizei gerufen und ihm physische Gewalt unterstellt. Bereits im Februar zuvor meldete sich die Frau mit ähnlichen Anschuldigungen bei der Polizei, damals wurden die Vorwürfe wegen widersprüchlicher Aussagen aber fallen gelassen.

Die Frau soll Elliott nach mehreren Zeugenaussagen bei ihrer Trennung gedroht haben, sie werde "seine Karriere ruinieren".

Der Running Back selbst bestreitet mit der Frau liiert gewesen zu sein, er spricht lediglich von einer Affäre. 

Unabhängig davon ob ein Spieler von der Justiz verurteilt wird, kann die NFL den Spieler disziplinieren und eine Sperre aussprechen.

In einem Brief von NFL-Chef Todd Jones an Elliott ist die Rede von "substanziellen und überzeugenden Beweisen" von angewendeter Gewalt.

Elliott ist in seinem Team nicht der Einzige, der mit der Justiz im Konflikt steht. Die Dallas Cowboys machen ihrem Ruf als kriminellstes Team der Liga auch in diesem Jahr wieder alle Ehre.

Zum zweiten Mal in Folge werden die Cowboys wieder eine hohe Strafe zahlen müssen, weil zu viele Spieler Sperren gesammelt haben.

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