Tom Brady
Tom Brady gewann bislang vier Mal den Super Bowl © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann / Getty Images

München - Mit seinem siebten Einzug in den Super Bowl stellt Tom Brady einen Rekord auf und begeistert die Fachwelt - nicht nur wegen der Zahlen. Nun will er Joe Montana überflügeln.

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Tom Brady alleine überragt 28 Teams in der NFL. Am 5. Februar wird der Quarterback an seinem siebten Super Bowl teilnehmen, nur vier Klubs waren acht Mal vertreten.

Schon diese beeindruckende Statistik verdeutlicht: Brady ist einer der besten aller Zeiten. Vielleicht sogar der Beste? Seine Fans haben dem Kalifornier längst den Titel GOAT (Greatest Of All Time) verliehen, im April dieses Jahres nutzte auch sein so unaufgeregter Head Coach Bill Belichick diesen Superlativ.

Auch für Teamkollege Martellus Bennett ist die Sache klar: "Meiner Meinung nach ist er der beste Quarterback, der diesen Sport jemals ausgeübt hat", sagte der Tight End der New England Patriots nach dem glanzvollen Sieg im Conference Championship gegen die Pittsburgh Steelers, der Bradys Rekord-Teilnahme am größten Sportevent der Welt perfekt machte.

Bradys Rekord-Show gegen Pittsburgh im Video:

Julian Edelmann pflichtete Martellus bei. "Jedes Mal, wenn du mit der Nummer 12 auf dem Spielfeld stehst, ist es etwas Besonderes. Er ist der Größte", sagte der Wide Receiver der Pats über die Aura Bradys.

Fünfter Titel im Super Bowl winkt

Der Spielmacher, der den Football in den vergangenen Jahren so geprägt hat, wie kaum ein anderer, könnte die Debatte mit einem Triumph über die Atlanta Falcons im Super Bowl LI weiter zu seinen Gunsten neigen.

Sollten die Patriots gewinnen, hätte der 39-Jährige fünf Titel auf seinem Konto und damit Joe Montana und Terry Bredshaw, bislang mit vier errungenen Lombardi-Trophys Rekordsieger auf der Quarterback-Position, überflügelt.

In einer anderen Statistik hat Brady mit Montana, der von vielen als bester Quarterback aller Zeiten gehandelt wird, gleichgezogen: Der Superstar absolvierte neun Postseason-Games mit drei Touchdown-Pässen. Kein Akteur der NFL-Geschichte hat mehr.

Auch bei Ernennungen zum Super-Bowl-MVP steht es zwischen Brady und Montana pari. Beide wurden jeweils dreimal zum besten Akteur des Finals gewählt.

Bradys Highlights aus dem AFC-Finale:

Brady bei Touchdowns klar vorne

Beide haben eine nahezu identische Passquote. Während Brady 63,8 Prozent (Stand nach der Saison 2015/16) seiner Versuche an den Mann bringt, landeten bei dem ehemaligen Spielmacher der San Francisco 49ers und Kansas City Chiefs 63,2 Prozent der Zuspiele beim Teamkollegen.

Mit 61.582 Pass-Yards und 456 Touchdowns hatte Brady schon vor der laufenden Spielzeit deutlich mehr auf dem Konto als der Hall-of-Famer (40.551/273), der bis 1994 15 Jahre lang in der NFL aktiv war. 

Brady spielt seine 17. Saison. Und jagt die drei noch vor ihm liegenden Quarterbacks Drew Brees (66.111/465), Brett Favre (71.838/508) und Peyton Manning (71.940/539). Allerdings: Manning triumphierte nur zweimal im Super Bowl, Favre und Brees holten nur eine NFL-Meisterschaft.

Doch nicht nur die Zahlen machen den Ehemann von Supermodel Gisele Bündchen zu einem der Größten aller Zeiten.

"Er ist ein großer Leader. Er ist jeden Tag dieselbe Person. Er kommt jeden Tag rein, arbeitet extrem hart und ist extrem fokussiert. Das ist es, was einen Führungsspieler ausmacht, und das färbt auf alle anderen ab", beschreibt Patriots-Running-Back Dion Lewis eine weitere Stärke Bradys.

Brady: "Es ist unglaublich"

Gegen die Steelers feilte Brady weiter an seinen unglaublichen Bestmarken. Mit 24 Playoff-Siegen baute er seinen eigenen NFL-Rekord aus. Seine 384 Pass-Yards bedeuteten einen neuen Karriere- und Klub-Höchstwert in der Postseason.

Und die Voraussetzungen dafür, dass Brady seine siebte Teilnahme am Super Bowl mit dem fünften Triumph krönen kann, sind hervorragend. Seine Bilanz gegen die Falcons lautet 4:0.

Seine eigenen Leistungen scheinen ihn nach wie vor zu überraschen. "Es ist unglaublich, es ist unglaublich", waren Bradys Worte nach dem Sieg gegen Pittsburgh.

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