Boston Celtics v Atlanta Hawks
Dennis Schröder musste mit den Atlanta Hawks eine bittere Niederlage einstecken © Getty Images

Die Atlanta Hawks verlieren gegen Orlando auf dramatische Weise. Dennis Schröder gibt den Alleinunterhalter. Auch Paul Zipsers Bulls schenken den Sieg her.

Die Atlanta Hawks sind das Verlieren in dieser NBA-Saison wahrlich gewohnt - doch diese 106:110-Niederlage gegen die Orlando Magic war besonders unnötig. 

Das Team um Nationalspieler Dennis Schröder lag 15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit noch mit drei Punkten vorn. (Spielplan und Ergebnisse der NBA).

Doch die Hawks entschieden sich dafür – nicht ganz unüblich in der NBA – auf ein Foul zu verzichten. D.J. Augustin bestrafte das und schickte das Spiel mit seinem Dreier in die Overtime.

"Wir haben darüber gesprochen, aber wir hatten gedacht, wir können den Angriff stoppen und unserer Defense vertrauen. Augustin gebührt Lob für seinen Wurf", sagte Atlantas Coach Mike Budenholzer.

Wie ausgerechnet die Hawks auf den Gedanken kommen, ihre Defense zu vertrauen, bleibt für viele NBA-Fans wahrscheinlich ein Rätsel.

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Schröder muss zwei Spieler verteidigen

Wenig verwunderlich für alle regelmäßigen Zuschauer der Hawks-Spiele bekam Augustin einen völlig offenen Dreier, weil Schröder alleine gleich zwei Spieler an der Dreierlinie verteidigen musste.

Schröder rannte und sprang zwar noch in Richtung Augustin – doch da war es schon zu spät. In der Overtime hatte Orlando dann leichtes Spiel. Gleich sechs der zehn Versuche aus dem Feld waren erfolgreich, darunter waren fünf einfache Layups.

Mit 26 Punkten, sieben Assists und fünf Rebounds spielte Schröder wieder einmal mehr oder weniger den Alleinunterhalter – er nahm allerdings auch 26 Würfe, wovon er lediglich zehn traf.

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Auch Chicago verspielt sicheren Sieg

Auch die Chicago Bulls haben gegen die Indiana Pacers eine unnötige 96:98-Niederlage einstecken müssen. Das Team von Nationalspieler Paul Zipser vergeigte dabei eine hohe Führung und brach im Schlussviertel völlig ein.

Über drei Viertel hatte es für die Bulls noch blendend ausgesehen. Chicago hatte die Pacers von Anfang an gut im Griff, führte zwischenzeitlich mit 17 Punkten und ging mit immer noch stolzen 14 Punkten Vorsprung in den Schlussabschnitt.

Doch den verschenkten die Bulls Stück für Stück, eine Reihe von Ballverlusten und Fehlwürfen ließ die Pacers wieder rankommen.

Erst 31,1 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte der überragende Victor Oladipo (27 Punkte) per Dreier zum 97:96 für die erste Indiana-Führung des Spiels. Die baute er per Freiwurf zum 98:96 aus.

Markkanen mit der Chance auf den Sieg

Lauri Markkanen hatte in der Schlusssekunde noch die Chance, die Bulls mit einem Dreier zum Sieg zu werfen, aber er scheiterte.

"Diese Niederlage tut richtig weh. Es ist eine besonders harte Niederlage. Wir hatten Kontrolle über den Großteil der Partie und spielten guten und selbstlosen Basketball", sagte Bulls-Coach Fred Hoiberg.

Paul Zipser kam in 16 Spielminuten auf sechs Punkte, fünf Rebounds und einen Assist.

Für die Bulls war es die zehnte Niederlage in Folge. Chicago ist damit weiterhin das schwächste Team der Liga, während die Pacers als Siebter auf Playoff-Kurs im Osten sind.

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