München - Maximilian Kleber erfüllt sich bei den Dallas Mavericks einen Traum. Bei SPORT1 spricht er auch über Mentor Dirk Nowitzki. Seine NBA-Chancen in der Analyse.

von

Für Maximilian Kleber geht ein Traum in Erfüllung: Der deutsche Nationalspieler wechselt vom FC Bayern zu den Dallas Mavericks.

"Ich kann es eigentlich immer noch überhaupt nicht fassen, dass ich den Sprung überhaupt geschafft habe. Das muss ich auch noch verarbeiten", sagte Kleber im Gespräch mit SPORT1.

SPORT1 analysiert Klebers Chancen bei den Mavs, erklärt die Vergleiche mit Nowitzki und warum er bei der EM nicht für Deutschland auflaufen wird.

Wie passt Kleber zu den Mavericks?

Für Kleber sind die Voraussetzungen bei den Dallas Mavericks für den Start seiner NBA-Karriere nahezu ideal.

Die Mavs werden nach dem Karriereende von Dirk Nowitzki sicher in den Tanking-Modus schalten und dann vor allem jüngeren Spielern Einsatzzeit geben.

Bis es soweit ist, hat Kleber mit Landsmann Nowitzki einen idealen Lehrmeister, der ihm die Eingewöhnungszeit in der NBA und der Stadt Dallas erheblich erleichtern dürfte. "Für mich ist es die beste Situation, Dirk Nowitzki in Dallas an meiner Seite zu haben", sagte Kleber.

Kleber bringt neben einem guten Wurf, viel Athletik und Defensivqualitäten mit - alles Anlagen, die bei den Mavericks gern gesehen sind.

Wie sind seine Chancen auf Spielzeit?

Kleber wird in seiner ersten Saison sicher um Einsatzzeit kämpfen müssen. Mit Nowitzki und Restricted Free Agent Nerlens Noel, den die Mavericks kaum ziehen lassen werden, haben die Mavericks zwei starke Big Men.

Zu Beginn wird sich Kleber sicher auch hinter den NBA-erfahreneren Dwight Powell und Josh McRoberts anstellen müssen - doch gegen beide kann sich der 25-Jährige im Laufe der Saison mehr Spielzeit verdienen.

Dennoch wäre es nicht verwunderlich, wenn Kleber in seiner ersten Saison auch hin- und wieder in der G-League aufläuft - wie vor ihm auch schon Dennis Schröder und Paul Zipser. Beide konnten aber dort Spielpraxis sammeln und kehrten gestärkt in die NBA zurück.

Kleber macht sich selbst keinen Druck. Für ihn dient das erste Jahr der Eingewöhnung. "Die größte persönliche Herausforderung wird sein, mich an die Spielweise in der NBA anzupassen. Ich glaube, es ist einfach deutlich schneller und das wird die größte Umstellung für mich", sagte Kleber.

Wie sieht Kleber den Vergleich mit Nowitzki?

Sowohl Kleber als auch Nowitzki sind aus Würzburg und selbst bei der Trikotnummer (Nowitzki 41, Kleber 42) unterscheidet sie nur eine Zahl.

Auch das Spiel der beiden Power Forwards ähnelt sich. Beide sind wurfstarke Big Men, die durch Vielseitigkeit bestechen. In Sachen Defensive bringt Kleber sogar bessere Anlagen mit.

Nowitzkis Fußstapfen sind natürlich trotzdem unglaublich groß, weshalb Kleber Vergleiche mit Nowitzki meidet: "Dirk ist jetzt schon eine lebende Legende."

Warum spielt Kleber bei der EM nicht?

Kleber hat sich laut eigener Aussage auf Wunsch der Dallas Mavericks dafür entschieden, auf die WM zu verzichten: "Ich hätte gerne für Deutschland gespielt, aber die Mavs wollen mich von Anfang an."

Der Ex-Bayern-Spieler will sich nun stattdessen voll auf seine neue Aufgabe in der NBA vorbereiten.

"Ich bin jetzt an einem wichtigen Punkt meiner Karriere mit einer neuen Herausforderung und möchte alles dafür tun, dass sich mein Traum von der NBA erfüllt", sagte Kleber.

Was muss Kleber noch verbessern?

Kleber bringt zwar bereits viele guten Anlagen mit - um sich in der NBA durchsetzen, wird er sich dennoch in beinahe allen Bereichen steigern müssen.

"Ich glaube, es gibt einige Baustellen, an denen ich arbeiten kann. Was ich wirklich gut kann, werde ich sehen, wenn ich drüben bin", sagte Kleber im Gespräch mit SPORT1.

In Sachen Athletik musste sich Kleber in der BBL vor niemanden verstecken, doch um in der NBA zu bestehen, muss er auch in diesem Punkt an sich arbeiten.

Auf welche Gegner freut er sich besonders?

In der NBA wird Kleber auf Gegenspieler treffen, die er bisher nur aus dem Fernsehen oder von der Playstation kennt.

"Wenn du wirklich gegen die Topstars auf dem Spielfeld stehst, wird das sehr aufregend, aber wenn man auf dem Feld steht, blendet man eigentlich alles aus. Es ist egal, wer gegenüber steht, man gibt einfach sein Bestes und versucht seinen Gegenüber zu schlagen", sagte Kleber.

Neben Trainingsduellen mit Teamkollege Nowitzki freut sicht Kleber vor allem auf einen Gegenspieler: "Ich bin gespannt, jemanden wie LeBron James live zu sehen. Da bin ich wirklich gespannt, wie es aussieht, wenn er auf dem Feld steht."

Weiterlesen